9. Spieltag 16/17 - UFC I vs. Sievershäger SV 0:0 Unentschieden (0:0)

 

Das vermeintliche Topspiel der Hinserie für die Arminen stand am vergangenen Samstag auf dem Programm. Durch die zuletzt doch unglücklich liegengelassenen Punkte schien es eigentlich eine klare Sache zu sein. Der SSV, mit 33:3 Toren mit sieben Siegen und nur einem Unentschieden, war der klare Favorit auf dem Papier. Als dann auch noch kurzfristige Absagen von Leistungsträgern wie Kapitän Herber, Tim Bredtmann und Hamann eintrudelten, frühere Stammpieler immer noch rekonvaleszent waren und schließlich nur 12 Spieler auf den Spielberichtsbogen eingetragen werden konnten, zeigte der UFC allerdings die richtige Reaktion. Alle gemeinsam wussten, dass lediglich mit viel Kampf und allem, was sie zu geben hätten, die Punkte nicht nach Sievershagen entführt würden.Der zuvor gelbrot gesperrte Ronny Schulz rückte zurück in die Startelf und auch ein weiterer verheißungsvoller Spieler gab sein Debüt. David Ziegenhagen, eigentlich Badener, absolviert hier in HRO ein Praktikum und wird uns bis zur Rückserie helfen, so viele Punkte einzufahren, wie möglich. Vorweg: Ein ordentliches Spiel vom Neu-Arminen, der sich über Linksaußen immer wieder geschickt in Szene setzte. Auf der Bank saßen mit Coach Podhola und Robert Mews, der bis zuletzt unter muskulären Problemen litt, nur zwei Spieler.Das Spiel begann auf recht weichem Geläuf, das mit jeder gespielten Minute mehr und mehr umgegraben wurde. Mike Herber, dessen Rücken sich beim Wäscheaufhängen und Hakenhalten scheinbar nicht angemessen gewürdigt fühlte und zu machte, beschrieb die ersten 30 Minuten passend: „Guter Auftritt von uns, keine Chancen auf beiden Seiten. (UFC) Abwehr steht bombensicher. Nach Vorne fehlt der letzte Pass oder ein gutes Auge vom Fahnenträger (Assistent)“. Kurz darauf dann die erste Großchance für den UFC. Nach Flanke von Nico Freede köpft Martin Hantusch nur knapp am Pfosten vorbei. Und es ging weiter in Richtung Kasten des SSVs. Ein schöner Pass auf rechts Außen, Freede nutzt seinen Schnelligkeitsvorteil zieht vor den zurückeilenden Verteidiger nach innen, lässt auch noch den Torwart aussteigen, legt sich dabei allerdings den Ball zu weit vor. Der mitgelaufene Reimer zögert leider einen Moment zu lang, den Ball einfach ins Tor zu schießen, sodass Freede auch nicht schießt, den Ball wieder an der linken 5m-Linie einfängt, zwar in den rechten oberen Winkel zielt, jedoch nur zentral den Torwart anschießt, der den Ball zur Ecke ablenkt. Kurz darauf ein Freistoß aus sehr spitzer Position mit etwa 5 Meter Abstand zum Strafraum und der Torauslinie. Stelzle täuscht eine Flanke an, ruft noch: „Hahni, 2. Pfosten 5-Meter!“, und schießt dann doch bei schlechtgestellter Mauer flach mit Vollspann aufs kurze Eck, wo der Torwart überrascht zur erneuten Ecke klären muss. Die Führung für den UFC wäre zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen. Doch weitere 45 Minuten waren zu absolvieren und nach der Lehre gegen Parkentin, als man eine klasse Halbzeit gespielt, aber die 2. dann unkonzentriert begonnen hatte, wollte man es nun besser machen. Und das taten die Arminen. Erneut ein Freistoß von Stelzle, der zur Ecke geklärt wird. In der Folge kommt Hantusch zum wiederholten Male zu seiner Paradedisziplin „Schmetterkopfbälle, die leider abgepfiffen werden“. Er nagelt den Ball unter den Querbalken, wird aber leider vom Schiedsrichter abgepfiffen, weil fernab des Balls ein „Gerangel“ gesehen wurde, das, wie der Schiedsrichter später zu gab, leider nicht hätte gepfiffen werden dürfen. Die Einsicht nach dem Spiel half dem UFC nicht und so stand es weiter 0:0. Das Spiel war durchaus kampfbetont. Gegen Ziegenhagen wusste sich der SSV nicht anders zu helfen als drei Mal von hinten in die Beine zu grätschen (ohne ihn dabei böse zu treffen). Das führte ein ums andere Mal zu Wortgefechten. Als der schon mit gelb verwarnte SSV-Spieler Sascha Kunstmann in einem Luftduell mit dem Unterarm im Gesicht seines Gegenspielers landete, wäre eigentlich eine weitere gelbe Karte fällig gewesen. Der Schiedsrichter beließ es aber bei einer letzten Verwarnung und im Verlauf ließ sich Kunstmann auch zu keinem weiteren gelbwürdigen Foul hinreißen. Der SSV kam zwar nun auch immer wieder in Tornähe des UFC, jedoch stellte sich immer wieder ein Bein oder ein Kopf in den Weg. Die Menge an Eckbällen wurde aber fast immer auf den ersten Pfosten zwischen 11m-Punkt und 5m-Linie geschlagen, wo die Arminenabwehr um Seeburg und Hantusch eine gute Zuteilung bewiesen. Viel Mittelfeldgeplänkel und toll anzusehende Fights im Mittelfeld um jeden Ball boten jede Menge Unterhaltung für die Zuschauer, bis dann auch noch kurz vor Schluss Maximilian Schramm den vermeintlichen Siegestreffer auf dem Fuß hatte, den Sascha Niefeldt, Keeper des SSV, jedoch zu vereiteln wusste. Zum Schluss der passende Kommentar von Chefbeobachter und Kapitän Herber: „Null zu null und Ende. Verdientester Punkt aller Zeiten. Ca. 5:1/2 gute Chancen (für den UFC). Leider nicht mehr rausgeholt. Starkes Spiel vom UFC.“   Tore:   keine