8. Spieltag 16/17 - FSV Kühlungsborn II vs. UFC I 1:1 Unentschieden (0:0)

Es war mehr drin, doch am Ende kann man auch von Glück reden, einen Punkt mit nach Hause genommen zu haben.

Bei „Dreckswetter“ mit kalten Winden und Regen begegneten sich der FSV Kühlungsborn II und UFC I am vergangenen Samstagnachmittag, um auf schnellem Kunstrasen ein kampfbetontes Spiel abzuliefern.

Der gelb-rot gesperrte Ronny Schulz wurde durch Nils Karow ersetzt, Hahn rückte zurück in die Startelf, genauso wie Robert Mews, der als Außenspieler eingesetzt wurde, und Moritz Tillmann, der Seegebrechts Platz einnahm. Dieser hoffte nämlich erneut auf ein „One-Touch-Rasier-Tor“.

Das Spiel begann vielversprechend. Hoch motivierte Arminen drückten den Gegner von Beginn an beim Spielaufbau in die eigene Hälfte und zwangen den Gegner so zu Fehlern, die leider unbestraft blieben. Gerade das im letzten Spiel gegen Parkentin so gut funktionierende Stellungsspiel, schien leider nur die ersten 15 Minuten weiterhin so zu funktionieren. In dieser Zeit verpasste Stelzle den ersten Treffer nach schöner flacher Hereingabe von Mike Herber, als der Ball nur 50cm links neben dem Tor ins Aus fliegt. Auch ein Kopfball nach Ecke von Tim Bredtmann wäre ohne Eingreifen des Torwarts wohl im Triangel gelandet, doch der vermeintlich „Feldspieler im Tor“ machte seine Aufgabe gut und klärte zur erneuten Ecke. Herber und Reimer verschoben geschickt und machten das Feld so klein, dass die Kurortler in langen Bällen ihr Heil suchten. Seeburg, Hantusch und Co. ließen jedoch keine großen Torchancen zu und die wenigen Schüsse, die aufs Tor kamen, wurden von Tillmann scheinbar problemlos entschärft.

Doch nach 15 Minuten wurde das spiel fahrig. Kaum Passstaffetten rollten über den Platz. Viele Fehlpässe, zu wenig Laufbereitschaft und definitiv zu viel Hadern mit den vermeintlich falschen Entscheidungen des Schiedsrichter-Trios nahmen den Fokus aus dem Arminenspiel und ließ den FSV stärker werden. Nickligkeiten wurden lautstark kommentiert. Teils zurecht (wenn ein Handballtrikot vor den Augen des Schiedsrichters reißt, und keinerlei Reaktion folgt... oder eine sehr fragwürdige Abseitsentscheidung gegen Bredtmann, der im Anschluss alleine vorm Torwart gewesen wäre), teils nicht. So ging es dann halbwegs gerecht mit einem Unentschieden in die Pause.

Coach Podhola fand wiedermal die richtigen Worte, ließ uns die Konzentration wieder auf das Spiel richten und nicht das „Drumherum“. So sollte es dann auch nicht lange dauern bis Reimer das 0:1 für den UFC schoss. Ein eigentlich schon abgelaufener Ball wurde doch noch von Reimer geschickt festgemacht. Er schoss aufs Tor des herauseilenden Torwarts, der den Ball erneut unglücklich vor die Füße von „El Fenomeno“ abprallen ließ. Reimer vollendete entschlossen aus extrem spitzem Winkel ins leere Tor – 0:1 (48. Minute).

Arminia versuchte nun mehr Kontrolle ins Spiel zu bringen, Passsicherheit zu bekommen, was anfangs auch gelang, doch gerade die Zentrale bekam nun mit stärker pressenden Gegenspielern Probleme, sodass 9 Minuten später ein hoher Ball auf Höhe der Mittellinie vom FSVler gegen heranstürmenden Außenverteidiger und Mittelfeldspieler festgemacht werden konnte. Zwei schöne Doppelpässe und ein eiskalter Johannes Niemann führten zum Ausgleich, der an sich schön herausgespielt war, aber niemals so hätte fallen dürfen. Ein knackiger Flachschuss von halblinks aus 14 Metern auf nassem Kunstrasen – unhaltbar für Tillmann – 1:1 (57. Minute). Gefrustet von dem Gegentor und zusätzlich angestachelt von nicht entsprechend geahndeten unnötigen, teils hässlichen Fouls wurde das Spiel erneut zerfahren und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit wenig Spielkultur. Kühlungsborn versuchte es meist mit langen Bällen – so tat es der UFC dem Gastgeber nach und wusste spielerisch nicht zu antworten. Nico Freede kam für Hahn, ließ ein paar tolle Ideen aufblitzen und brauchte den UFC wieder gefährliche Abschlusspositionen, doch auch er konnte leider nicht das Ruder herumreißen. Der für den angeschlagenen Mews eingewechselten Seegebrecht konnte seine Sahneleistung vom Vorjahr nicht wiederholen und so waren es dann doch Einzelaktionen, die beide Seiten in Tornähe brachten. UFC-Kapitän Mike Herber ließ die beste Chance ca. 20 Minuten vor Schluss ungenutzt, als er über die rechte Seite schön freigespielt mit seinem Schnelligkeitsvorteil bis ins 1 gegen 1 gegen den Torwart kam, dort aber seine sonstige Kaltschnäuzigkeit vermissen ließ, den herauseilenden Keeper anschoss und das Nachsehen hatte. Die Abwehrarbeit beider Mannschaften fuhr auf ein Minimum herunter, um doch noch den Siegtreffer zu erringen. Hierbei ist noch ein Flachschuss von Herber zu erwähnen der leider aus 25m zu zentral kam, sonst wohl den Siegtreffer bedeutet hätte. Doch man muss ehrlich anerkennen, dass der FSV Kühlungsborn in der Schlussphase die besseren Chancen hatte und man letztlich zufrieden mit einem Punkt nach Hause gefahren ist.

 

Tore:  

0:1 – Thomas Reimer (48. Minute)

1:1 – Johannes Niemann (57. Minute)