3. Runde Kreispokal 2016/17 - Laager SV 03 II vs. UFC I 0:2 Auswärtssieg (0:1) 

Das Spiel am vergangenen Samstag gegen die Reserve des Laager SVs stand unter einem schwierigen Vorzeichen. Auch wenn es dieses Mal hieß – nächste Pokalrunde erreichen, anstelle die nächsten 3 Punkte einzufahren, gab es doch eine Woche zuvor einige Schwierigkeiten, eine schlagfertige, treffsichere Truppe zusammenzustellen.

Doch Coach Podhola hat unter der Woche ganze Arbeit geleistet und einen guten Kader zusammengestellt, der insgesamt zwar unter seinen Möglichkeiten blieb, aber dennoch einen souveränen Sieg erspielte.

Doch der Reihe nach: Bei malerischem Herbstwetter mit allen Facetten, machte sich der UFC-Trott bei Sonnenschein auf den Weg nach Laage. Der dortige Platz schien in tollem Zustand: etwas feucht, nicht zu hart, kurz gemäht und dazu ein tolles Stadion – beste Bedingungen für einen „Pokalfight“.

Es waren doch einige Veränderungen in der Startelf, die unter anderem Emil Wachenfeld zu seinem Debüt für den UFC brachten. Der flinke Lübecker ist seit Semesterbeginn voll ins Training eingestiegen und lässt langsam sein Können an die Oberfläche. 

Und es lief zu Beginn gut für den UFC. Die Arminen ließen den Ball laufen, gewannen die meisten zweiten Bälle und drückten immer wieder mit Direktspiel nach vorne. Zwischenzeitlich wurde jedoch viel zu viel vertikal in die Spitze gespielt, sodass ohne nachrückendes Mittelfeld und eng positionierter Abwehr, sich kaum Anspielmöglichkeiten ergaben. Nicht ganz unschuldig daran waren die großen Lücken in der Laager Abwehr, die „tödliche Pässe“ zugelassen hätten, wären denn fähige Initiatoren für die Schnittstellenpässe vorhanden gewesen. Die meisten versuchten sich, mussten aber dann doch häufig einsehen, dass der näherpostierte Nebenmann, die bessere Variante gewesen wäre. So kam es auch, dass nicht ein Traumpass, sondern eine Kombination über die rechte Seite durch eine tolle Einzelleistung und starke Durchsetzungskraft von Thomas Reimer erfolgreich abgeschlossen wurde. Bredtmann, Stelzle und schließlich Reimer passten einander zu, der an der rechten 16er Kante angespielt wurde und sich geschickt vor den gegnerischen Abwehrspieler postierte. Dieser hätte ihm entweder in die Hacken laufen können oder ihn aber mit dem rechten Fuß ins lange Eck abschließen lassen können  - er entschied sich für Letzteres und Reimer traf – mal wieder ;-).

Es folgte ein kleiner Regen, der den kurzgeschnittenen Rasen für einige Spieler zur Rutschpartie machte. Nicht ganz ungefährlich wurde es bei zwei Diagonalbällen auf die linke Seite, wobei sich Hamann leider für die Variante „Torwart mützen“ entschied, anstatt entschlossen den Ball neben dem Torwart ins ansonsten freie Tor zu schieben. Es folgten nun auch Chancen für den SV, der sich immer wieder mit langen Bällen hinter die Mittelfeldreihen des UFC in Torabschlussnähe brachte. So wurde nun auch noch fahrlässig in 16er-Nähe gefoult. Die beste Chance des Spiels für den SV war ein vermeintliches Tor, das nach einer Kerze im 16er dazu führte, dass Seegebrecht nicht durch den wie einen Felsen stehenden Hantusch hechten konnte, um den Ball zu klären. Stattdessen köpfte ein Laager den Ball über Torwart und Innenverteidiger, nur um dann doch seines Tores verwehrt zu bleiben, da der aufmerksame Rechtsverteidiger schon etwas ähnlich geahnt zu haben schien und den Ball klar vor der Linie aus der Gefahrenzone bugsierte.

Nach einer Ansprache in der Kabine, doch geschlossener stehen zu müssen, ging zumindest das in der 2. Hälfte auf. Auch wenn Laage nun eher durch rüdes Einsteigen, Beleidigungen in Schiedsrichternähe und Meckerei in der Kategorie „gelbe Karten“ in Führung gingen (und nebenbei gesagt vielleicht auch in der Kategorie „rote Karten“ hätten in Führung gehen sollen), verhielt sich der UFC ruhig und ließ sich nicht auf derlei Spielereien ein. Stattdessen kamen die Arminen wieder zu guten Chancen durch Bredtmann, Wachenfeld und erneut Reimer. Langsam mausert er sich zum neuen „El Fenómeno“. Denn auch in der 2. Hälfte, um genau zu sein, in der 53. Minute, markierte er den Treffer zum 2:0, bevor kurze Zeit später nach einer Ecke leider nur den Pfosten traf. Sonst hätte Reimer schon innerhalb einer Halbserie seinen 3. Hattrick geschafft – seinen Hattrick Hattrick sozusagen. Im Verlauf versuchte sich Laage mit offensiverem Pressing, kam jedoch außer zu theoretisch gefährlichen Freistößen und einer Großchance, die Seegebrecht gekonnt entschärfte, zu keinerlei klaren Chancen.

Alles in allem ein verdienter Sieg und ohne Verletzungen auf dem Weg in den DFB-Pokal – nur noch 16 Spiele

 

 

Tore:

0:1 Thomas Reimer 22. Minute (Vorlage Stelzle)
0:2 Thomas Reimer 53. Minute (Vorlage Bredtmann)