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Achtelfinale Kreispokal 2016/17 - UFC I vs SG FiKo Rostock 5:0 Heimsieg (3:1) 

Langsam wird’s ernst im Kreispokal für unsere Arminen.Wie auch vor wenigen Wochen, ging es erneut gegen die erste Auswahl der SG FiKo Rostock. Im Heimspiel Ende September trennte man sich siegreich mit 5:1 am Waldessaum, weswegen die SG verständlicherweise auf Wiedergutmachung aus war. Gespielt wurde dieses Mal leider nicht auf dem Unisportrasen, sondern auf dem Kunstrasen des ESV Lok Rostock am Damerower Weg. Durch die volle Belegung des Platzes an diesem Tag kam es zum Showdown bei Flutlicht.Coach Podhola konnte wieder nahezu aus den Vollen schöpfen und so stand zum Pokalfight eine erwarte starke UFC Mannschaft auf dem Platz, die sich sogar den Luxus erlauben konnte, Kapitän Mike Herber nur für die letzten 30 Minuten einzuwechseln.

Nun aber der Reihe nach: Das typische „Claims abstecken“ dauerte knappe 10 Minuten, ehe sich ein deutliches Übergewicht der Spielanteile zu Gunsten des UFC darstellte. Die geduldigen gespielten Seitenverlagerungen der erfahrenen Abwehr mit Rudolf, Hantusch, Seeburg und dem quirlig agilen Mews, brachten die nötigen Räume für Vorstöße in die Tiefe. Generell war zu sagen, dass sich der UFC immer wieder gekonnt mittels Kurzpassspiel in Position brachte und der dann auch noch verfügbare Schnelligkeitsvorteil gegenüber der Fisch-Kombinat-Abwehr für gefährliche Torraumszenen sorgte. Nach einigen guten Chancen eröffnete dann letztlich Tim Bredtmann in der 25. Minute, der seine immer weiter ansteigende Form zeigte. Wir freuen uns, auf das, was noch kommt! Ein eigentlich verunglückter Diagnonalpassversuch von Hantusch auf Bredtmann landete beim Gegner kurz vor der 16er Kante. Doch das schnelle Pressing durch Bredtmann und die noch bessere Ballverarbeitung gegen 3 umstehende Gegner nach Balleroberung endeten in einem flachen Strahl in die linke Ecke  (1:0 Bredtmann, 25. Minute, Vorlage Hantusch (wohlwollend)). Das Spiel lief im Anschluss genauso weiter wie zuvor. Geduldiges Aufbauspiel mit Nadelstichen durch Kurzpassspiel über beide Seiten. Die gut hinterlaufenden Außenverteidiger Rudolf und Mews setzten sich über außen gekonnt durch und kreierten mit ihren Hereingaben gute Chancen. Doch auch die SG wollte sich nicht nur aufs Verteidigen beschränken, und schon gar nicht bei dem Spielstand. Sie wollten auf den Ausgleich, doch meist verloren sie den Ball vor dem letzten Drittel, sodass sich zwar wenige Kontergelegenheiten boten, diese jedoch von den Arminen gut zuende gespielt wurden. Eine Balleroberung hinten rechts mit Verlagerung des Spiels auf die freie linke Seite brachte Stelzle in die Luxusposition den Kopf ausreichend lange zu heben und abzuwägen, wo der Ball denn am besten hinzufliegen hätte. Er entschied sich für eine Flanke auf Höhe des 2. Pfosten und 11m-Punkt, wo Hahn den Ball perfekt volley nahm und mustergültig ins linke Eck traf (O-Ton-Hahn: „Der kommt in meine Hahn-Top-10“) – 2:0 Hahn, 35. Minute, Vorlage Stelzle). Ersatzkapitän Hahn war es auch, der erneut 10 Minuten später einen Traumpass auf Nico Freede spielte, der von der Mittellinie durchgestartet war, den Ball zwischen 5er und Elfmeterpunkt auf Höhe des 2. Pfostens erreichte und den Ball mal einfach unter die Latte zum 3:0 hämmerte – (3:0 Freede, 45. Minute, Vorlage Hahn). So ging es dann auch in die Pause, in der sich über das schöne Spiel gefreut wurde und der Matchplan für die 2. Halbzeit besprochen wurde.

An dieser Stelle sei erwähnt, das El-Fenomeno Thomas Reimer, schon mind. 3 Tore hätte schießen können. Es ist immer wieder schön mitanzusehen, wie sich der Vollblutstürmer Chancen erarbeitet, heute aber war er leider nur wenig mit Abschlussglück versehen. Meist waren es nur wenige Zentimeter, die ihm bis zum Treffer fehlten, doch dass sollte sich dann in der 68. Minute ändern. Ein erneuter Angriff des UFC setzte sich im Strafraum der SG fest und als Hahn dann auf Reimer querlegt, braucht der nur noch den Fuß hinhalten und den Ball über die Linie bringen – 4:0, 68. Minute, Vorlage Hahn). Ähnlich sah es dann 2 Minuten später aus. Dennis Rudolf setzt einem eigentlich schon verloren geglaubtem Ball nach und kombiniert sich mit dem kurz zuvor eingewechselten Johannes Numrich und Thomas Reimer auf der rechten Seite durch, dribbelt an der Torauslinie 3 Gegenspieler aus und legt dann zurück auf Bredtmann, der seinen Torriecher erneut beweist und mit Vollspann den Ball zum 5:0 einschweißt – (5:0 Bredtmann, 70. Minute, Vorlage Rudolf). Tim hatte auch noch die Chance zum Hattrick, doch der Freistoß aus 20m wurde leider von der Mauer gerade noch abgefälscht... sonst hätte der Ball wohl in derzeitiger Bredtmann-Manier im Triangel eingeschlagen. Die verbleibenden 20 Minuten verliefen nun mehr oder minder mit einem weiterhin angreifenden UFC und der wohl einzig echten Torchance für die SG. Ein Konter über die linke Seite führte zu einem verdächtig freien Spieler, der dann im 1 vs. 1 den Ball unter Seegebrecht ins lange Eck durchschob. Doch verdächtig frei war in diesem Fall auch klares Abseits – kein Tor. Herber brachte nach seiner Einwechslung noch mächtig Dampf mit ins Spiel und versuchte sich mit vollem Einsatz ein Tor zu erarbeiten, blieb aber leider glücklos. Am Ende steht ein souveräner Auftritt des UFC, der mehr als verdient ins Viertelfinale einzieht. (Es sei angemerkt, dass dieser Bericht keine verzerrte Wahrnehmung darstellt. Es sind nur die Tore beschrieben worden. Die Vielzahl an Großchancen, u.a. durch Reimer (ca. 6-8) sind gar nicht erwähnt. Die SG hatte bis auf das Abseitstor noch zwei gefährliche Szenen: einen Freistoß, der klar neben das Tor ging und einen Fernschuss, der Keeper Seegebrecht vor keinerlei Probleme stellte.) 

Tore: 

25. Minute – Bredtmann, Vorlage Hantusch
35. Minute – Hahn, Vorlage Stelzle
45. Minute – Freede, Vorlage Hahn
68. Minute – Reimer, Vorlage Hahn
70. Minute – Bredtmann, Vorlage Rudolf

 

 
     
     
 

10. Spieltag 16/17 – UFC I vs. SV 1932 Klein Belitz 3:0 Heimsieg (1:0)

Vor dem Spieltag sah es aus wie ein Topspiel: 6. Gegen 7., ein Punkt Unterschied und an sich ein wegweisendes Spiel, in welche Tabellenrichtung es wohl gehen wird. 

Der UFC konnte dieses Mal aus den Vollen schöpfen und ein unter der Woche kränkelnder Martin Hantusch konnte so durch den nur geringfügig älteren Namensvetter Wienecke ersetzt werden. Für Emil Wachenfeld kam das Spiel noch eine Woche zu früh, David „Ziege“ Ziegenhagen war zwar im Kader, hatte aber mit Schienbeinproblemen zu kämpfen. Niclas Hamann meldete sich nach Infekt wieder zurück, Mats Wiethölter beginnt nun seine post-examens Abschiedstournee und auch der Arminen Seigerten hatte das Rasierwasser bereitgestellt. Kurzum: eine schlagfertige Truppe auf und neben dem Feld, die bereit war, die guten Leistungen der Vorwoche zu bestätigen.

Bei konstantem leichten Dauerregen war der Rasenplatz am Waldessaum sehr weich und die Spuren des letzten Spieltags waren noch zu sehen. 

Das Spiel begann mit einem ersten Abtasten, doch schon schnell war der UFC in Spielkontrolle, die punktuell durch lange Bälle in den wuchtig besetzten Sturm des SV gestört werden sollte. Gleich zu Beginn leisteten die Arminen drei unnötige Fouls in gefährlicher Freistoßentfernung, deren folgende Freistöße jedoch entweder leichte Beute für den Torwart waren, oder zuvor durch die Lufthoheit der Arminen geklärt werden konnten. Auf der Gegenseite wurde sich nun langsam nach vorne kombiniert, doch der Pass ins letzte Drittel kam viel zu selten an. Meistens war es Thomas Reimer, der seine Antrittsschnelligkeit immer wieder zum Vorschein brachte und sich geschickt in Abschlussposition brachte. Einfach toll anzusehen, wie er den Ball in vollem Tempo mitnimmt, den Gegenspieler kreuzt, den nächsten am 16er tunnelt, aber leider dann den Torwart anschießt. Insgesamt dreimal gelang ihm dieses Kunststück, ehe er sich selbst belohnte. Ein schöner strammer Gassenpass vom erfahrenen Wienecke in den Lauf von Reimer und der findet auf dem Weg zum Tor seine gewohnte Kaltschnäuzigkeit wieder und vollendet flach, nachdem er erst einen Abwehrspieler aussteigen lässt, sich dann den Ball nach links am Torwart vorbeilegt und schließlich ins leere Tor schießen kann. Endlich das 1:0 (37. Minute). Es war erleichternd, denn zuvor bot sich den Zuschauern eine Reihe an guten Möglichkeiten, die der nacheinander entweder unüberlegt, überhastet oder technisch limitiert ausgeführt wurden. Stelzle wurde in gute Schussposition an der 16er Kante gebracht und anstatt den Ball anzunehmen und gezielt abzuschließen, versuchte der heutiger 8er den Ball mit dem linken Außenrist in den rechten Winkel zu befördern. Auch wenige Minuten später schoss er aus sechs Metern nach einem Abpraller über das Tor und machte entschuldigend die schlechten Platzverhältnisse dafür verantwortlich. Dass er aber eigentlich den Ball hätte annehmen und gezielt und überlegt abschließen können, fiel ihm aber erst hinterher ein. El Capitano Herber hatte zwei gute Fernschüsse, die vom Torwart zur Ecke abgelenkt werden konnten und kurz vor Reimers Tor hatte dieser 3x die Möglichkeit seinen neben ihm stehenden Sturmpartner Herber oder zuvor genannten Stelzle am 16er anzuspielen, die eine freiere Schussbahn gehabt hätten. El Fenomeno entschied sich stattdessen den Ball irgendwie in die Maschen zu jagen und schoss dabei die gegnerische Abwehr ein ums andere Mal ab (Kein Vorwurf an dieser Stelle- hätten wahrscheinlich die meisten von uns gemacht). Eine Flanke von Hahn, die eigentlich auf den 2. Pfosten kommen sollte, landete bei Stelzle erneut am 16er, der den Ball dann glücklich aber wunderbar für Bredtmann auflegte, der aber leider 30cm zu hoch zielte und über das Tor schoss. Zum Ende der ersten Halbzeit und immer wieder im Durchgang zwei war es Robert Mews, der sich immer wieder stark über Links behauptete und sich bis zum 16er des Gegners Strafraumes durchtankte und so die gegnerische Mannschaft das ein oder andere Mal stark in Bredouille brachte. 

Zum Pausentee (Dankeschön an Tuschi) wurde sich erneut darauf besonnen, ruhig und überlegt zu agieren, nicht gleich die tödlichen Pässe spielen zu wollen und den Schiedsrichter in Ruhe zu lassen. Die Klein Belitzer gingen hochmotiviert an die Sache und da sollten wir gegenhalten, doch dazu später mehr.

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag vom stark aufspielenden Bredtmann. Direkt nach der ersten Balleroberung im Mittelfeld setzte Hahn seinen Mannschaftskameraden mit einem hohen Diagonalball nach links toll in Szene. Bredtmann bringt den ball ansehnlich unter Kontrolle und überlupfte den Torwart, nur um dann am Querbalken zu scheitern. Der mitgelaufene Stelzle wusste bei diesem schönen Anblick auch nicht, ob er sich ärgern sollte, weil ihm freistehend nicht der Ball quer in den Strafraum gelegt wurde, oder ob er sich weiter dieses schönen Lupfers ergötzen sollte.

Den SVlern ging so langsam die Puste aus und da kam es natürlich nicht gelegen, als Reimer sein Nachsetzen belohnte, denn eine eigentlich ungefährliche Flanke von Rechts, die über den erneut stark spielenden Ronny Schulz nach vorne gebracht wurde, ließ der Torwart plötzlich aus den Händen gleiten und Reimer stand goldrichtig – 2:0 (52. Minute). Es folgten zwei Wechsel: Hamann für Reimer und Wiethölter für Bredtmann. Diese zwei Offensivspieler brachten noch einmal Schwung und immer öfter ging es in Strafraumnähe. So war es auch schön mit anzusehen, als sich von rechts über die Mitte mit fünf Stationen Schramm in die Spitze lief und mustergültig mit dem Schnittstellenpass von Wiethölter versorgt wurde. Der klasse Abschluss flach ins lange Eck war dann scheinbar nur noch Formsache – 3:0 (75. Minute). Wenig später hieß es dann Stelzle raus, Seegebrecht rein. Der eigentlich aufs Torwartsein spezialisierte Seegetron kann auch Sturm. Das zeigte er, als es nun auch am Ende möglich war, den Gegner schon in Strafraumnähe mit Pressing unter Druck zu setzen, lediglich ein Tor sollte ihm nicht gelingen. Kurz vor Abpfiff hätte sich dann der starke Wiethölter selbst belohnen können, doch nach starkem Dribbling, wollte er Fifa-like aus kurzer Distanz den Torwart überlupfen, anstatt zielstrebig den Ball ins Tor zu schieben.

An dieser Stelle sei noch ein Kommentar zur Spielweise der Klein Belitzer erlaubt: alles in allem ein hartes auf größtenteils faires Spiel, das lediglich durch ein ungeahndetes Treten gegen einen am Boden liegenden UFC-Spieler und die folgende für Schiedsrichter und Assistenten zu hörende Beleidigung „Du Idiot!“ einen faden Beigeschmack am Ende bekam – absolut unnötig. Die Gangart war hart und ein ums andere Mal zogen Arminen in Zweikämpfen zurück, als Klein Belitzer in vollem Tempo mit beiden Beiden ohne Rücksicht auf Verluste und bewusste Inkaufnahme von Verletzungen angegrätscht kamen. Glücklicherweise blieben beide Seiten unverletzt. 

Am Ende steht ein souveräner Sieg mit ein paar tollen Spielszenen und Toren. Nächste Woche bitte genauso weiter!

PS: Coach Podhola kürte übrigens Robert Mews zum Spieler des Spiels.

 

Tore: 

 

1:0 Thomas Reimer, Vorlage von Martin Wienecke (37. Minute)

2:0 Thomas Reimer, Vorlage von Ronny Schulz (52. Minute)

3:0 Maximilian Schramm, Vorlage von Mats Wiethölter (75. Minute)

 
     
     
 

9. Spieltag 16/17 - UFC I vs. Sievershäger SV 0:0 Unentschieden (0:0)

 

Das vermeintliche Topspiel der Hinserie für die Arminen stand am vergangenen Samstag auf dem Programm. Durch die zuletzt doch unglücklich liegengelassenen Punkte schien es eigentlich eine klare Sache zu sein. Der SSV, mit 33:3 Toren mit sieben Siegen und nur einem Unentschieden, war der klare Favorit auf dem Papier. Als dann auch noch kurzfristige Absagen von Leistungsträgern wie Kapitän Herber, Tim Bredtmann und Hamann eintrudelten, frühere Stammpieler immer noch rekonvaleszent waren und schließlich nur 12 Spieler auf den Spielberichtsbogen eingetragen werden konnten, zeigte der UFC allerdings die richtige Reaktion. Alle gemeinsam wussten, dass lediglich mit viel Kampf und allem, was sie zu geben hätten, die Punkte nicht nach Sievershagen entführt würden.Der zuvor gelbrot gesperrte Ronny Schulz rückte zurück in die Startelf und auch ein weiterer verheißungsvoller Spieler gab sein Debüt. David Ziegenhagen, eigentlich Badener, absolviert hier in HRO ein Praktikum und wird uns bis zur Rückserie helfen, so viele Punkte einzufahren, wie möglich. Vorweg: Ein ordentliches Spiel vom Neu-Arminen, der sich über Linksaußen immer wieder geschickt in Szene setzte. Auf der Bank saßen mit Coach Podhola und Robert Mews, der bis zuletzt unter muskulären Problemen litt, nur zwei Spieler.Das Spiel begann auf recht weichem Geläuf, das mit jeder gespielten Minute mehr und mehr umgegraben wurde. Mike Herber, dessen Rücken sich beim Wäscheaufhängen und Hakenhalten scheinbar nicht angemessen gewürdigt fühlte und zu machte, beschrieb die ersten 30 Minuten passend: „Guter Auftritt von uns, keine Chancen auf beiden Seiten. (UFC) Abwehr steht bombensicher. Nach Vorne fehlt der letzte Pass oder ein gutes Auge vom Fahnenträger (Assistent)“. Kurz darauf dann die erste Großchance für den UFC. Nach Flanke von Nico Freede köpft Martin Hantusch nur knapp am Pfosten vorbei. Und es ging weiter in Richtung Kasten des SSVs. Ein schöner Pass auf rechts Außen, Freede nutzt seinen Schnelligkeitsvorteil zieht vor den zurückeilenden Verteidiger nach innen, lässt auch noch den Torwart aussteigen, legt sich dabei allerdings den Ball zu weit vor. Der mitgelaufene Reimer zögert leider einen Moment zu lang, den Ball einfach ins Tor zu schießen, sodass Freede auch nicht schießt, den Ball wieder an der linken 5m-Linie einfängt, zwar in den rechten oberen Winkel zielt, jedoch nur zentral den Torwart anschießt, der den Ball zur Ecke ablenkt. Kurz darauf ein Freistoß aus sehr spitzer Position mit etwa 5 Meter Abstand zum Strafraum und der Torauslinie. Stelzle täuscht eine Flanke an, ruft noch: „Hahni, 2. Pfosten 5-Meter!“, und schießt dann doch bei schlechtgestellter Mauer flach mit Vollspann aufs kurze Eck, wo der Torwart überrascht zur erneuten Ecke klären muss. Die Führung für den UFC wäre zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen. Doch weitere 45 Minuten waren zu absolvieren und nach der Lehre gegen Parkentin, als man eine klasse Halbzeit gespielt, aber die 2. dann unkonzentriert begonnen hatte, wollte man es nun besser machen. Und das taten die Arminen. Erneut ein Freistoß von Stelzle, der zur Ecke geklärt wird. In der Folge kommt Hantusch zum wiederholten Male zu seiner Paradedisziplin „Schmetterkopfbälle, die leider abgepfiffen werden“. Er nagelt den Ball unter den Querbalken, wird aber leider vom Schiedsrichter abgepfiffen, weil fernab des Balls ein „Gerangel“ gesehen wurde, das, wie der Schiedsrichter später zu gab, leider nicht hätte gepfiffen werden dürfen. Die Einsicht nach dem Spiel half dem UFC nicht und so stand es weiter 0:0. Das Spiel war durchaus kampfbetont. Gegen Ziegenhagen wusste sich der SSV nicht anders zu helfen als drei Mal von hinten in die Beine zu grätschen (ohne ihn dabei böse zu treffen). Das führte ein ums andere Mal zu Wortgefechten. Als der schon mit gelb verwarnte SSV-Spieler Sascha Kunstmann in einem Luftduell mit dem Unterarm im Gesicht seines Gegenspielers landete, wäre eigentlich eine weitere gelbe Karte fällig gewesen. Der Schiedsrichter beließ es aber bei einer letzten Verwarnung und im Verlauf ließ sich Kunstmann auch zu keinem weiteren gelbwürdigen Foul hinreißen. Der SSV kam zwar nun auch immer wieder in Tornähe des UFC, jedoch stellte sich immer wieder ein Bein oder ein Kopf in den Weg. Die Menge an Eckbällen wurde aber fast immer auf den ersten Pfosten zwischen 11m-Punkt und 5m-Linie geschlagen, wo die Arminenabwehr um Seeburg und Hantusch eine gute Zuteilung bewiesen. Viel Mittelfeldgeplänkel und toll anzusehende Fights im Mittelfeld um jeden Ball boten jede Menge Unterhaltung für die Zuschauer, bis dann auch noch kurz vor Schluss Maximilian Schramm den vermeintlichen Siegestreffer auf dem Fuß hatte, den Sascha Niefeldt, Keeper des SSV, jedoch zu vereiteln wusste. Zum Schluss der passende Kommentar von Chefbeobachter und Kapitän Herber: „Null zu null und Ende. Verdientester Punkt aller Zeiten. Ca. 5:1/2 gute Chancen (für den UFC). Leider nicht mehr rausgeholt. Starkes Spiel vom UFC.“   Tore:   keine
 
     
     
 

8. Spieltag 16/17 - FSV Kühlungsborn II vs. UFC I 1:1 Unentschieden (0:0)

Es war mehr drin, doch am Ende kann man auch von Glück reden, einen Punkt mit nach Hause genommen zu haben.

Bei „Dreckswetter“ mit kalten Winden und Regen begegneten sich der FSV Kühlungsborn II und UFC I am vergangenen Samstagnachmittag, um auf schnellem Kunstrasen ein kampfbetontes Spiel abzuliefern.

Der gelb-rot gesperrte Ronny Schulz wurde durch Nils Karow ersetzt, Hahn rückte zurück in die Startelf, genauso wie Robert Mews, der als Außenspieler eingesetzt wurde, und Moritz Tillmann, der Seegebrechts Platz einnahm. Dieser hoffte nämlich erneut auf ein „One-Touch-Rasier-Tor“.

Das Spiel begann vielversprechend. Hoch motivierte Arminen drückten den Gegner von Beginn an beim Spielaufbau in die eigene Hälfte und zwangen den Gegner so zu Fehlern, die leider unbestraft blieben. Gerade das im letzten Spiel gegen Parkentin so gut funktionierende Stellungsspiel, schien leider nur die ersten 15 Minuten weiterhin so zu funktionieren. In dieser Zeit verpasste Stelzle den ersten Treffer nach schöner flacher Hereingabe von Mike Herber, als der Ball nur 50cm links neben dem Tor ins Aus fliegt. Auch ein Kopfball nach Ecke von Tim Bredtmann wäre ohne Eingreifen des Torwarts wohl im Triangel gelandet, doch der vermeintlich „Feldspieler im Tor“ machte seine Aufgabe gut und klärte zur erneuten Ecke. Herber und Reimer verschoben geschickt und machten das Feld so klein, dass die Kurortler in langen Bällen ihr Heil suchten. Seeburg, Hantusch und Co. ließen jedoch keine großen Torchancen zu und die wenigen Schüsse, die aufs Tor kamen, wurden von Tillmann scheinbar problemlos entschärft.

Doch nach 15 Minuten wurde das spiel fahrig. Kaum Passstaffetten rollten über den Platz. Viele Fehlpässe, zu wenig Laufbereitschaft und definitiv zu viel Hadern mit den vermeintlich falschen Entscheidungen des Schiedsrichter-Trios nahmen den Fokus aus dem Arminenspiel und ließ den FSV stärker werden. Nickligkeiten wurden lautstark kommentiert. Teils zurecht (wenn ein Handballtrikot vor den Augen des Schiedsrichters reißt, und keinerlei Reaktion folgt... oder eine sehr fragwürdige Abseitsentscheidung gegen Bredtmann, der im Anschluss alleine vorm Torwart gewesen wäre), teils nicht. So ging es dann halbwegs gerecht mit einem Unentschieden in die Pause.

Coach Podhola fand wiedermal die richtigen Worte, ließ uns die Konzentration wieder auf das Spiel richten und nicht das „Drumherum“. So sollte es dann auch nicht lange dauern bis Reimer das 0:1 für den UFC schoss. Ein eigentlich schon abgelaufener Ball wurde doch noch von Reimer geschickt festgemacht. Er schoss aufs Tor des herauseilenden Torwarts, der den Ball erneut unglücklich vor die Füße von „El Fenomeno“ abprallen ließ. Reimer vollendete entschlossen aus extrem spitzem Winkel ins leere Tor – 0:1 (48. Minute).

Arminia versuchte nun mehr Kontrolle ins Spiel zu bringen, Passsicherheit zu bekommen, was anfangs auch gelang, doch gerade die Zentrale bekam nun mit stärker pressenden Gegenspielern Probleme, sodass 9 Minuten später ein hoher Ball auf Höhe der Mittellinie vom FSVler gegen heranstürmenden Außenverteidiger und Mittelfeldspieler festgemacht werden konnte. Zwei schöne Doppelpässe und ein eiskalter Johannes Niemann führten zum Ausgleich, der an sich schön herausgespielt war, aber niemals so hätte fallen dürfen. Ein knackiger Flachschuss von halblinks aus 14 Metern auf nassem Kunstrasen – unhaltbar für Tillmann – 1:1 (57. Minute). Gefrustet von dem Gegentor und zusätzlich angestachelt von nicht entsprechend geahndeten unnötigen, teils hässlichen Fouls wurde das Spiel erneut zerfahren und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit wenig Spielkultur. Kühlungsborn versuchte es meist mit langen Bällen – so tat es der UFC dem Gastgeber nach und wusste spielerisch nicht zu antworten. Nico Freede kam für Hahn, ließ ein paar tolle Ideen aufblitzen und brauchte den UFC wieder gefährliche Abschlusspositionen, doch auch er konnte leider nicht das Ruder herumreißen. Der für den angeschlagenen Mews eingewechselten Seegebrecht konnte seine Sahneleistung vom Vorjahr nicht wiederholen und so waren es dann doch Einzelaktionen, die beide Seiten in Tornähe brachten. UFC-Kapitän Mike Herber ließ die beste Chance ca. 20 Minuten vor Schluss ungenutzt, als er über die rechte Seite schön freigespielt mit seinem Schnelligkeitsvorteil bis ins 1 gegen 1 gegen den Torwart kam, dort aber seine sonstige Kaltschnäuzigkeit vermissen ließ, den herauseilenden Keeper anschoss und das Nachsehen hatte. Die Abwehrarbeit beider Mannschaften fuhr auf ein Minimum herunter, um doch noch den Siegtreffer zu erringen. Hierbei ist noch ein Flachschuss von Herber zu erwähnen der leider aus 25m zu zentral kam, sonst wohl den Siegtreffer bedeutet hätte. Doch man muss ehrlich anerkennen, dass der FSV Kühlungsborn in der Schlussphase die besseren Chancen hatte und man letztlich zufrieden mit einem Punkt nach Hause gefahren ist.

 

Tore:  

0:1 – Thomas Reimer (48. Minute)

1:1 – Johannes Niemann (57. Minute)

 

 
     
     
 

7. Spieltag 16/17 - UFC I vs. SV Parkentin 2:3 Heimniederlage (0:0)

Ein klasse Spiel, das leider nicht von Erfolg gekrönt war. Beim 2:3 gegen den Aufstiegsaspiraten aus Parkentin lieferten die Arminen eine souveräne erste Hälfte, in der der Gegner zwar mit mehr Ballbesitz, aber nicht mit hochkarätigen Chancen glänzen konnte.

 

Alles war angerichtet. Der Platz war in bestem Zustand, kurz gemäht und selbst die Abstandslinien der Ecken gekreidet. Die Gegner machten sich frühzeitig mit dem Geläuf vertraut, doch zum Anstoß waren beide Teams bereit für ein Duell auf Augenhöhe. Gleichviel erzielte Treffer standen auf beiden Seite zu Buche, schien die UFC Abwehr jedoch auf dem Papier doppelt so löchrig wie die des SVs.

Doch wie gesagt – nur auf dem Papier. Es wurde intensiv in der 1. Hälfte gespielt, doch durch geschicktes Verlagern der gesamten Mannschaft bot man den Gästen nur wenig Räume. Sie spielten zwar immer wieder hinten herum einen Seitenwechsel ein, aber wirkliche Lücken riss es nicht. So wurde auch nahezu jede Chance geklärt, abgewehrt, oder zur Ecke abgelenkt, die wohlbemerkt, alle auf den 1. Pfosten halbhoch geschlagen ein einfaches Fressen für die gut gestaffelte Verteidigungsreihe waren. Großchancen gab es daher eher auf der Arminenseite. Herber wusste seinen Körper geschickt einzusetzen, schirmte den Ball gekonnt ab und drang dann häufig in des Gegners Hälfte ein, in der die Außen mit Bredtmann und Wienecke gut Tempo machten. Einige schöne Kombinationen bei Kontern kamen dabei herum und die klarste Chance des Spiels, als ein Schuss nach Hereingabe von rechts abgeblockt wird und eben jener Bredtmann, der im Training mit seinen Wacklern gerne 2-3 hintereinander aussteigen lässt, leider zu hastig abschließt und wiederum einen Verteidiger anschießt. Auch die Außenverteidiger sorgten für Betrieb. Schulz in gewohnter Manier mit vollem Einsatz und Neuarmine Emil Wachenfeld, der seine starke Leistung aus dem Pokalspiel gegen Laage fortsetzte und immer wieder mit tollen Dribblings Räume für seine Mitspieler schaffte – nur an seiner Entschlossenheit zum Tor zu ziehen muss der Jungmediziner noch arbeiten. Ein Freistoß aus knapp 30m aus zentraler Position wurde dann noch vom parkentiner Torwart lässig entschärft, der für den Schützen Stelzle eigentlich schon stark nach Sonntagsschuss aussah – einmal mehr auffällig wie Realität und Selbstwahrnehmung innerhalb von Sekunden auseinanderdriften.

Die doch durchaus positive erste Hälfte, in der man die befürchtete Stärke der Gäste nicht zur Entfaltung kommen lies, sollte aber umso schlimmer mit einem grandios schlechten Stark in die 2 Hälfte fortgesetzt werden. Ein eigentlich harmloser Freistoß aus halbrechter Position des Gegners wurde scharf in Richtung des Tors geschlagen, der dann leider mit dem ins Tor flog – 0:1 in der 47. Minute durch Ingo Schultz. Das 2. Gegentor sollte auch nicht lange auf sich warten lassen. Nach einem vermeintlich deutlichen Handspiel bei der Ballmitnahme konzentrierte sich die Abwehr nunmehr aufs Reklamieren, als aufs verteidigen und zack – war der 2. Treffer drin – 0:2 in der 57 Minute (Andre Buchholz). Versuche die gute erste Hälfte wieder ins Gedächtnis zu rufen und einander zu motivieren, schienen bei der Heimmannschaft nicht so gut zu funktionieren wie erhofft. Das eigene Offensivspiel wurde u.a. durch die Art und Weise der Zweikampfbeurteilung des Schiedsrichters beeinflusst, der zu dieser Zeit eine folgenschwere Entscheidung für Schulz fällte. Zur Beschreibung: Schulz will in einen Ball grätschen, der auf Höhe der Außenlinie longline gespielt wird. Da der Ball recht scharf geschossen wurde, dreht er den Kopf weg vom Ball und der Ball berührt seinen Arm ca. 10m hinter der eigenen Mittellinie, von wo aus er ins aus prallt. Gelbe Karte für ein unabsichtliches Handspiel, das einen Fehlpass verhindert hat. Arminen und Parkentiner spielten aber mit ähnlicher Härte, ohne grob unfair zu werden. Stets wurde sich bemüht, den Ball zu spielen (meine persönliche Meinung: sehr fairer Gegner, gegen den es Spaß macht zu kämpfen). Der UFC wollte nun doch noch alles in die Waagschale werfen und agierte deutlich höher im Feld. Ein eigentlich schlecht als Bogenlampe gespielter langer Ball in die Spitze wurde so zum Verhängnis von Hantusch, der den Ball mit dem Kopf zwar klären möchte, ihn aber eher dem Angreifer so in den Lauf legt: 0:3 in der 74. Minute (Jarl Feldbinder). Zwar verstärkt Coach Podhola nochmal die Angriffsbemühungen mit den Einwechslungen von Hahn, Mews und Jungblut, doch „Pechvogel“ Hantusch schafft leider keinen Reimer a.k.a. Hattrick. Sein Doppelpack: ein gut nachgesetzter Kopfball nach Freistoßverlängerung durch Hahn in der 80. Minute und eine eingenickte Flanke von links in der 87. Minute sollten nicht reichen. Schade. Schade bzw. schwach war dann leider auch das überzogene Ego des Schiris in der letzten Minute des Spiels. Der Heißsporn Schulz schoss einen Gegner, bevor der Ball ins Aus ging, noch an, doch der Schiedsrichter entschied auf Einwurf für Parkentin. Begleitet von einem lautstarken Beschweren: „Wie kann denn das sein? Das ist doch offensichtlich! Einfach peinlich!“, im Umdrehen, zeigt der Schiri ihm die 2. Gelbe Karte, bevor er bemerkt, dass Schulz ja doch schon verwarnt war. Gerade hier wäre ein wenig leider nicht vorhandenes Fingerspitzengefühl gefragt gewesen. (1. Gelbe wegen einer fraglichen gelben Karte nach Handspiel und 2. Gelbe Karte nach für viele Spieler offensichtliche eindeutige Fehlentscheidung). Das Schulz sich dort trotzdem besser zusammenreißen muss, weiß der Spieler selbst, hat aber bis nächste Woche Zeit einen Aufsatz darüber zu schreiben – oder er bringt zum nächsten Heimspiel eine Kiste Gerstensaft mit. Ein enttäuschender aber irgendwie auch symbolträchtiger Schlusspunkt. Stark gespielt, stark unkonzentriert für kurze Zeit, stark nachgezogen und doch gegen stark konstanten Gegner verloren – so lernt man dazu.

 

Tore:

 

0:1 – Ingo Schultz – 47. Minute

0:2 – Andre Buchholz – 57. Minute

0:3 – Jarl Feldbinder – 74. Minute

1:3 – Martin Hantusch – 80. Minute

2:3 – Martin Hantusch – 87. Minute

 

 
     
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