Spielberichte

     
 

8. Spieltag 16/17 - FSV Kühlungsborn II vs. UFC I 1:1 Unentschieden (0:0)

Es war mehr drin, doch am Ende kann man auch von Glück reden, einen Punkt mit nach Hause genommen zu haben.

Bei „Dreckswetter“ mit kalten Winden und Regen begegneten sich der FSV Kühlungsborn II und UFC I am vergangenen Samstagnachmittag, um auf schnellem Kunstrasen ein kampfbetontes Spiel abzuliefern.

Der gelb-rot gesperrte Ronny Schulz wurde durch Nils Karow ersetzt, Hahn rückte zurück in die Startelf, genauso wie Robert Mews, der als Außenspieler eingesetzt wurde, und Moritz Tillmann, der Seegebrechts Platz einnahm. Dieser hoffte nämlich erneut auf ein „One-Touch-Rasier-Tor“.

Das Spiel begann vielversprechend. Hoch motivierte Arminen drückten den Gegner von Beginn an beim Spielaufbau in die eigene Hälfte und zwangen den Gegner so zu Fehlern, die leider unbestraft blieben. Gerade das im letzten Spiel gegen Parkentin so gut funktionierende Stellungsspiel, schien leider nur die ersten 15 Minuten weiterhin so zu funktionieren. In dieser Zeit verpasste Stelzle den ersten Treffer nach schöner flacher Hereingabe von Mike Herber, als der Ball nur 50cm links neben dem Tor ins Aus fliegt. Auch ein Kopfball nach Ecke von Tim Bredtmann wäre ohne Eingreifen des Torwarts wohl im Triangel gelandet, doch der vermeintlich „Feldspieler im Tor“ machte seine Aufgabe gut und klärte zur erneuten Ecke. Herber und Reimer verschoben geschickt und machten das Feld so klein, dass die Kurortler in langen Bällen ihr Heil suchten. Seeburg, Hantusch und Co. ließen jedoch keine großen Torchancen zu und die wenigen Schüsse, die aufs Tor kamen, wurden von Tillmann scheinbar problemlos entschärft.

Doch nach 15 Minuten wurde das spiel fahrig. Kaum Passstaffetten rollten über den Platz. Viele Fehlpässe, zu wenig Laufbereitschaft und definitiv zu viel Hadern mit den vermeintlich falschen Entscheidungen des Schiedsrichter-Trios nahmen den Fokus aus dem Arminenspiel und ließ den FSV stärker werden. Nickligkeiten wurden lautstark kommentiert. Teils zurecht (wenn ein Handballtrikot vor den Augen des Schiedsrichters reißt, und keinerlei Reaktion folgt... oder eine sehr fragwürdige Abseitsentscheidung gegen Bredtmann, der im Anschluss alleine vorm Torwart gewesen wäre), teils nicht. So ging es dann halbwegs gerecht mit einem Unentschieden in die Pause.

Coach Podhola fand wiedermal die richtigen Worte, ließ uns die Konzentration wieder auf das Spiel richten und nicht das „Drumherum“. So sollte es dann auch nicht lange dauern bis Reimer das 0:1 für den UFC schoss. Ein eigentlich schon abgelaufener Ball wurde doch noch von Reimer geschickt festgemacht. Er schoss aufs Tor des herauseilenden Torwarts, der den Ball erneut unglücklich vor die Füße von „El Fenomeno“ abprallen ließ. Reimer vollendete entschlossen aus extrem spitzem Winkel ins leere Tor – 0:1 (48. Minute).

Arminia versuchte nun mehr Kontrolle ins Spiel zu bringen, Passsicherheit zu bekommen, was anfangs auch gelang, doch gerade die Zentrale bekam nun mit stärker pressenden Gegenspielern Probleme, sodass 9 Minuten später ein hoher Ball auf Höhe der Mittellinie vom FSVler gegen heranstürmenden Außenverteidiger und Mittelfeldspieler festgemacht werden konnte. Zwei schöne Doppelpässe und ein eiskalter Johannes Niemann führten zum Ausgleich, der an sich schön herausgespielt war, aber niemals so hätte fallen dürfen. Ein knackiger Flachschuss von halblinks aus 14 Metern auf nassem Kunstrasen – unhaltbar für Tillmann – 1:1 (57. Minute). Gefrustet von dem Gegentor und zusätzlich angestachelt von nicht entsprechend geahndeten unnötigen, teils hässlichen Fouls wurde das Spiel erneut zerfahren und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit wenig Spielkultur. Kühlungsborn versuchte es meist mit langen Bällen – so tat es der UFC dem Gastgeber nach und wusste spielerisch nicht zu antworten. Nico Freede kam für Hahn, ließ ein paar tolle Ideen aufblitzen und brauchte den UFC wieder gefährliche Abschlusspositionen, doch auch er konnte leider nicht das Ruder herumreißen. Der für den angeschlagenen Mews eingewechselten Seegebrecht konnte seine Sahneleistung vom Vorjahr nicht wiederholen und so waren es dann doch Einzelaktionen, die beide Seiten in Tornähe brachten. UFC-Kapitän Mike Herber ließ die beste Chance ca. 20 Minuten vor Schluss ungenutzt, als er über die rechte Seite schön freigespielt mit seinem Schnelligkeitsvorteil bis ins 1 gegen 1 gegen den Torwart kam, dort aber seine sonstige Kaltschnäuzigkeit vermissen ließ, den herauseilenden Keeper anschoss und das Nachsehen hatte. Die Abwehrarbeit beider Mannschaften fuhr auf ein Minimum herunter, um doch noch den Siegtreffer zu erringen. Hierbei ist noch ein Flachschuss von Herber zu erwähnen der leider aus 25m zu zentral kam, sonst wohl den Siegtreffer bedeutet hätte. Doch man muss ehrlich anerkennen, dass der FSV Kühlungsborn in der Schlussphase die besseren Chancen hatte und man letztlich zufrieden mit einem Punkt nach Hause gefahren ist.

 

Tore:  

0:1 – Thomas Reimer (48. Minute)

1:1 – Johannes Niemann (57. Minute)

 

 
     
     
 

7. Spieltag 16/17 - UFC I vs. SV Parkentin 2:3 Heimniederlage (0:0)

Ein klasse Spiel, das leider nicht von Erfolg gekrönt war. Beim 2:3 gegen den Aufstiegsaspiraten aus Parkentin lieferten die Arminen eine souveräne erste Hälfte, in der der Gegner zwar mit mehr Ballbesitz, aber nicht mit hochkarätigen Chancen glänzen konnte.

 

Alles war angerichtet. Der Platz war in bestem Zustand, kurz gemäht und selbst die Abstandslinien der Ecken gekreidet. Die Gegner machten sich frühzeitig mit dem Geläuf vertraut, doch zum Anstoß waren beide Teams bereit für ein Duell auf Augenhöhe. Gleichviel erzielte Treffer standen auf beiden Seite zu Buche, schien die UFC Abwehr jedoch auf dem Papier doppelt so löchrig wie die des SVs.

Doch wie gesagt – nur auf dem Papier. Es wurde intensiv in der 1. Hälfte gespielt, doch durch geschicktes Verlagern der gesamten Mannschaft bot man den Gästen nur wenig Räume. Sie spielten zwar immer wieder hinten herum einen Seitenwechsel ein, aber wirkliche Lücken riss es nicht. So wurde auch nahezu jede Chance geklärt, abgewehrt, oder zur Ecke abgelenkt, die wohlbemerkt, alle auf den 1. Pfosten halbhoch geschlagen ein einfaches Fressen für die gut gestaffelte Verteidigungsreihe waren. Großchancen gab es daher eher auf der Arminenseite. Herber wusste seinen Körper geschickt einzusetzen, schirmte den Ball gekonnt ab und drang dann häufig in des Gegners Hälfte ein, in der die Außen mit Bredtmann und Wienecke gut Tempo machten. Einige schöne Kombinationen bei Kontern kamen dabei herum und die klarste Chance des Spiels, als ein Schuss nach Hereingabe von rechts abgeblockt wird und eben jener Bredtmann, der im Training mit seinen Wacklern gerne 2-3 hintereinander aussteigen lässt, leider zu hastig abschließt und wiederum einen Verteidiger anschießt. Auch die Außenverteidiger sorgten für Betrieb. Schulz in gewohnter Manier mit vollem Einsatz und Neuarmine Emil Wachenfeld, der seine starke Leistung aus dem Pokalspiel gegen Laage fortsetzte und immer wieder mit tollen Dribblings Räume für seine Mitspieler schaffte – nur an seiner Entschlossenheit zum Tor zu ziehen muss der Jungmediziner noch arbeiten. Ein Freistoß aus knapp 30m aus zentraler Position wurde dann noch vom parkentiner Torwart lässig entschärft, der für den Schützen Stelzle eigentlich schon stark nach Sonntagsschuss aussah – einmal mehr auffällig wie Realität und Selbstwahrnehmung innerhalb von Sekunden auseinanderdriften.

Die doch durchaus positive erste Hälfte, in der man die befürchtete Stärke der Gäste nicht zur Entfaltung kommen lies, sollte aber umso schlimmer mit einem grandios schlechten Stark in die 2 Hälfte fortgesetzt werden. Ein eigentlich harmloser Freistoß aus halbrechter Position des Gegners wurde scharf in Richtung des Tors geschlagen, der dann leider mit dem ins Tor flog – 0:1 in der 47. Minute durch Ingo Schultz. Das 2. Gegentor sollte auch nicht lange auf sich warten lassen. Nach einem vermeintlich deutlichen Handspiel bei der Ballmitnahme konzentrierte sich die Abwehr nunmehr aufs Reklamieren, als aufs verteidigen und zack – war der 2. Treffer drin – 0:2 in der 57 Minute (Andre Buchholz). Versuche die gute erste Hälfte wieder ins Gedächtnis zu rufen und einander zu motivieren, schienen bei der Heimmannschaft nicht so gut zu funktionieren wie erhofft. Das eigene Offensivspiel wurde u.a. durch die Art und Weise der Zweikampfbeurteilung des Schiedsrichters beeinflusst, der zu dieser Zeit eine folgenschwere Entscheidung für Schulz fällte. Zur Beschreibung: Schulz will in einen Ball grätschen, der auf Höhe der Außenlinie longline gespielt wird. Da der Ball recht scharf geschossen wurde, dreht er den Kopf weg vom Ball und der Ball berührt seinen Arm ca. 10m hinter der eigenen Mittellinie, von wo aus er ins aus prallt. Gelbe Karte für ein unabsichtliches Handspiel, das einen Fehlpass verhindert hat. Arminen und Parkentiner spielten aber mit ähnlicher Härte, ohne grob unfair zu werden. Stets wurde sich bemüht, den Ball zu spielen (meine persönliche Meinung: sehr fairer Gegner, gegen den es Spaß macht zu kämpfen). Der UFC wollte nun doch noch alles in die Waagschale werfen und agierte deutlich höher im Feld. Ein eigentlich schlecht als Bogenlampe gespielter langer Ball in die Spitze wurde so zum Verhängnis von Hantusch, der den Ball mit dem Kopf zwar klären möchte, ihn aber eher dem Angreifer so in den Lauf legt: 0:3 in der 74. Minute (Jarl Feldbinder). Zwar verstärkt Coach Podhola nochmal die Angriffsbemühungen mit den Einwechslungen von Hahn, Mews und Jungblut, doch „Pechvogel“ Hantusch schafft leider keinen Reimer a.k.a. Hattrick. Sein Doppelpack: ein gut nachgesetzter Kopfball nach Freistoßverlängerung durch Hahn in der 80. Minute und eine eingenickte Flanke von links in der 87. Minute sollten nicht reichen. Schade. Schade bzw. schwach war dann leider auch das überzogene Ego des Schiris in der letzten Minute des Spiels. Der Heißsporn Schulz schoss einen Gegner, bevor der Ball ins Aus ging, noch an, doch der Schiedsrichter entschied auf Einwurf für Parkentin. Begleitet von einem lautstarken Beschweren: „Wie kann denn das sein? Das ist doch offensichtlich! Einfach peinlich!“, im Umdrehen, zeigt der Schiri ihm die 2. Gelbe Karte, bevor er bemerkt, dass Schulz ja doch schon verwarnt war. Gerade hier wäre ein wenig leider nicht vorhandenes Fingerspitzengefühl gefragt gewesen. (1. Gelbe wegen einer fraglichen gelben Karte nach Handspiel und 2. Gelbe Karte nach für viele Spieler offensichtliche eindeutige Fehlentscheidung). Das Schulz sich dort trotzdem besser zusammenreißen muss, weiß der Spieler selbst, hat aber bis nächste Woche Zeit einen Aufsatz darüber zu schreiben – oder er bringt zum nächsten Heimspiel eine Kiste Gerstensaft mit. Ein enttäuschender aber irgendwie auch symbolträchtiger Schlusspunkt. Stark gespielt, stark unkonzentriert für kurze Zeit, stark nachgezogen und doch gegen stark konstanten Gegner verloren – so lernt man dazu.

 

Tore:

 

0:1 – Ingo Schultz – 47. Minute

0:2 – Andre Buchholz – 57. Minute

0:3 – Jarl Feldbinder – 74. Minute

1:3 – Martin Hantusch – 80. Minute

2:3 – Martin Hantusch – 87. Minute

 

 
     
     
 

3. Runde Kreispokal 2016/17 - Laager SV 03 II vs. UFC I 0:2 Auswärtssieg (0:1) 

Das Spiel am vergangenen Samstag gegen die Reserve des Laager SVs stand unter einem schwierigen Vorzeichen. Auch wenn es dieses Mal hieß – nächste Pokalrunde erreichen, anstelle die nächsten 3 Punkte einzufahren, gab es doch eine Woche zuvor einige Schwierigkeiten, eine schlagfertige, treffsichere Truppe zusammenzustellen.

Doch Coach Podhola hat unter der Woche ganze Arbeit geleistet und einen guten Kader zusammengestellt, der insgesamt zwar unter seinen Möglichkeiten blieb, aber dennoch einen souveränen Sieg erspielte.

Doch der Reihe nach: Bei malerischem Herbstwetter mit allen Facetten, machte sich der UFC-Trott bei Sonnenschein auf den Weg nach Laage. Der dortige Platz schien in tollem Zustand: etwas feucht, nicht zu hart, kurz gemäht und dazu ein tolles Stadion – beste Bedingungen für einen „Pokalfight“.

Es waren doch einige Veränderungen in der Startelf, die unter anderem Emil Wachenfeld zu seinem Debüt für den UFC brachten. Der flinke Lübecker ist seit Semesterbeginn voll ins Training eingestiegen und lässt langsam sein Können an die Oberfläche. 

Und es lief zu Beginn gut für den UFC. Die Arminen ließen den Ball laufen, gewannen die meisten zweiten Bälle und drückten immer wieder mit Direktspiel nach vorne. Zwischenzeitlich wurde jedoch viel zu viel vertikal in die Spitze gespielt, sodass ohne nachrückendes Mittelfeld und eng positionierter Abwehr, sich kaum Anspielmöglichkeiten ergaben. Nicht ganz unschuldig daran waren die großen Lücken in der Laager Abwehr, die „tödliche Pässe“ zugelassen hätten, wären denn fähige Initiatoren für die Schnittstellenpässe vorhanden gewesen. Die meisten versuchten sich, mussten aber dann doch häufig einsehen, dass der näherpostierte Nebenmann, die bessere Variante gewesen wäre. So kam es auch, dass nicht ein Traumpass, sondern eine Kombination über die rechte Seite durch eine tolle Einzelleistung und starke Durchsetzungskraft von Thomas Reimer erfolgreich abgeschlossen wurde. Bredtmann, Stelzle und schließlich Reimer passten einander zu, der an der rechten 16er Kante angespielt wurde und sich geschickt vor den gegnerischen Abwehrspieler postierte. Dieser hätte ihm entweder in die Hacken laufen können oder ihn aber mit dem rechten Fuß ins lange Eck abschließen lassen können  - er entschied sich für Letzteres und Reimer traf – mal wieder ;-).

Es folgte ein kleiner Regen, der den kurzgeschnittenen Rasen für einige Spieler zur Rutschpartie machte. Nicht ganz ungefährlich wurde es bei zwei Diagonalbällen auf die linke Seite, wobei sich Hamann leider für die Variante „Torwart mützen“ entschied, anstatt entschlossen den Ball neben dem Torwart ins ansonsten freie Tor zu schieben. Es folgten nun auch Chancen für den SV, der sich immer wieder mit langen Bällen hinter die Mittelfeldreihen des UFC in Torabschlussnähe brachte. So wurde nun auch noch fahrlässig in 16er-Nähe gefoult. Die beste Chance des Spiels für den SV war ein vermeintliches Tor, das nach einer Kerze im 16er dazu führte, dass Seegebrecht nicht durch den wie einen Felsen stehenden Hantusch hechten konnte, um den Ball zu klären. Stattdessen köpfte ein Laager den Ball über Torwart und Innenverteidiger, nur um dann doch seines Tores verwehrt zu bleiben, da der aufmerksame Rechtsverteidiger schon etwas ähnlich geahnt zu haben schien und den Ball klar vor der Linie aus der Gefahrenzone bugsierte.

Nach einer Ansprache in der Kabine, doch geschlossener stehen zu müssen, ging zumindest das in der 2. Hälfte auf. Auch wenn Laage nun eher durch rüdes Einsteigen, Beleidigungen in Schiedsrichternähe und Meckerei in der Kategorie „gelbe Karten“ in Führung gingen (und nebenbei gesagt vielleicht auch in der Kategorie „rote Karten“ hätten in Führung gehen sollen), verhielt sich der UFC ruhig und ließ sich nicht auf derlei Spielereien ein. Stattdessen kamen die Arminen wieder zu guten Chancen durch Bredtmann, Wachenfeld und erneut Reimer. Langsam mausert er sich zum neuen „El Fenómeno“. Denn auch in der 2. Hälfte, um genau zu sein, in der 53. Minute, markierte er den Treffer zum 2:0, bevor kurze Zeit später nach einer Ecke leider nur den Pfosten traf. Sonst hätte Reimer schon innerhalb einer Halbserie seinen 3. Hattrick geschafft – seinen Hattrick Hattrick sozusagen. Im Verlauf versuchte sich Laage mit offensiverem Pressing, kam jedoch außer zu theoretisch gefährlichen Freistößen und einer Großchance, die Seegebrecht gekonnt entschärfte, zu keinerlei klaren Chancen.

Alles in allem ein verdienter Sieg und ohne Verletzungen auf dem Weg in den DFB-Pokal – nur noch 16 Spiele

 

 

Tore:

0:1 Thomas Reimer 22. Minute (Vorlage Stelzle)
0:2 Thomas Reimer 53. Minute (Vorlage Bredtmann)

 

 
     
     
 

5. Spieltag 16/17 - UFC I vs. SG FiKo Rostock 5:1 Heimsieg (3:0)

Licht und Schatten im Spiel am Waldessaum. Durch spielerisch bärenstarke 70 Minuten mit zurückgekehrter Abschlussstärke macht der UFC die fahrigen letzten 20 Minuten, in denen FiKo erfolgreich auf ein eigenes Tor drängte, vergessen.

 

Das Spiel begann mit einem Kuriosum. Da der gesetzte Außenverteidiger Ronny Schulz um 12:57 erst am Waldessaum eintraf, ließ der Coach den flinken Ballkünstler ganze 5 Minuten Zeit, sich umzuziehen und sich zu dehnen, bevor er dann dem Rest der zu 10. Aufgelaufenen Kameraden hinzueilte.

Es dauerte dann auch nicht lange, bis es das erste Mal im Tor des „Fischereikombinats“ klingelte. Ein schön herausgespielter Angriff über die rechte Seite endete mit einer Hereingabe von der Grundlinie durch Freede, der den geschickt gelaufenen Herber zwischen 5m und 11m anspielte. Dieser hatte keine Mühe den Ball flach ins lange Eck direkt zu verwandeln (10. Minute). Innerhalb der nächsten Viertelstunde wurden sich weitere Chancen herausgespielt, doch es war dann ein langer Ball aus der Innenverteidigung in die Sturmspitze, in der Herber wunderbar per Kopf den Ball zu Reimer in den Lauf weiterleitete. Dieser nahm den Ball in vollem Tempo mit und vollendete zum 2:0 (25. Minute). Keine 6 Minuten später traf Reimer erneut. Nach einem strammen flachen Traumpass von Wiethölter in die Schnittstelle auf Herber, legte dieser zurück auf Reimer, der auch hier seine Klasse bewies. Eigentlich hätte er kurze Zeit später schon seinen Hattrick schnüren müssen, doch zu viele Optionen, ließen ihn seine Kaltschnäuzigkeit kurzzeitig für einen Moment ausblenden und anstatt abzuschließen, versuchte er erst den Ball am Torwart vorbeizulegen, dann Mike anzuspielen, um dann vom Verteidiger abgelaufen zu werden. Mit einem hochverdienten 3:0 ging es in die Pause. Bis hierhin ist lobenswert zu erwähnen, dass alle Arminen gewillt waren, sich spielerisch vors gegnerische Tor zu spielen und dabei auch die nötige Geduld an den Tag legten, einen Angriff nicht zu erzwingen, sondern sich auch Mal dazu entschieden, den Angriff über hinten neu aufzubauen.

Das sollte auch noch 25 weitere Minuten so weitergehen. Jedoch war es dieses Mal ein Kontertor, das das 4:0 bescherte. Ein am eigenen 16er gewonnener Ball wurde von Stelzle bis 20m vor der Mittellinie getrieben, dem spritzigen Herber in den Lauf gepasst. Dessen Übersicht war so gut, dass er das Tempo etwas herausnahm, um Reimer und den nacheilenden Stelzle aufschließen zu lassen und letzterem den Ball unausweichlich in den Fuß zu spielen. Der Innenverteidiger nahm den Ball glücklich mit und schloss mit dem linken Fuß aus halblinker Position ins lange Eck ab (63. Minute). Weitere 5 Minuten später schnürte Reimer den 2. Pflichtspielhattrick der Saison (1. war ihm in der ersten Pokalrunde gelungen). Der Mittlerweile für Tim Bredtmann eingewechselte Eric Lange tänzelte mit 2 Übersteigern am linken Strafraumrand seinen Gegenspieler aus, flankte und erreichte mit seiner abgefälschten Hereingabe den goldrichtig stehenden Stürmer, der seinen Torriecher zur Schau stellte (68. Minute). Doch in der Folge ließ der UFC nach und FiKo suchte nach dem 5:0 sein Heil in der Offensive. Abstände zwischen den Ketten wurden nicht mehr kleingehalten, Zuteilungen nicht konsequent berücksichtigt und so kam es, dass ein eigentlich schon entschärfter Ball von Herber zu Hantusch geleitet wurde, der sofort unter Druck gesetzt wurde. Andrei Alexandrescu belohnte sich fürs frühe Pressen und schloss eiskalt zum 5:1 Anschlusstreffer ab (77. Minute). Es waren nun noch einige Minuten zu spielen und es wurde leider immer wieder gefährlich, wenn die Arminen sich selbst in die Bredouille brachten. So wurden einige Bälle aus der Mitte zur Innenverteidigung gespielt, ohne dass sich vergewissert wurde, dass dort auch lediglich der eigene Mitspieler war. So konnte sich aber auch Seegebrecht einmal auszeichnen, der aus 8 Metern einen knallharten Schuss aus halblinker Position mit breiter Brust parierte. Alles in allem ein gutes Spiel der Arminen, die jedoch mit zunehmender Spieldauer abbauten und den lauernden Gegner durch eigene Fehler ins Spiel und zu Chancen brachten.

 

Tore:

1:0 Mike Herber 10. Minute (Vorlage Freede)
2:0 Thomas Reimer 25. Minute (Vorlage Herber)
3:0 Thomas Reimer 31. Minute (Vorlage Herber)
4:0 Fabian Stelzle 63. Minute (Vorlage Herber)
5:0 Thomas Reimer 68. Minute (Vorlage Lange)
5:1 Andrei Alexandrescu 77. Minute

 

 
     
     
 

4. Spieltag 16/17 - FC Rostock United vs. UFC I 3:1 Auswärtsniederlage (1:1)

Nach dem gelungenen Saisonstart mit 7 Punkten aus den ersten drei Spielen, wollte der UFC seine gute Frühform auch am vierten Spieltag gegen seinen „Lieblingsgegner“, den FC Rostock United, bestätigen und mit einem Auswärtssieg den Anschluss zur Tabellenspitze halten.

Obwohl Armina-Coach Podhola seine Elf im Vergleich zum Erfolg in Pastow auf vier Positionen verändern musste, präsentierte sich der UFC von Anfang an hellwach und übernahm nach kurzen Abtasten beider Mannschaft langsam das Kommando. Zwischen der 10. und 30. Spielminute erspielte man sich neben der optischen Überlegenheit auch eine Reihe aussichtsreicher Torchancen. Den Anfang machte unser Spielmacher Henry Jungblut, der erst mit einem Distanzschuss am Torhüter scheiterte und wenig später eine scharfe Hereingabe von rechts nicht mehr richtig erreichte und das Tornetz leider nur von Aussen zum Schwingen brachte. Die bis dato größte Chance zur Führung bot sich Mitte der ersten Halbzeit für UFC-Angreifer Thomas Reimer. Bei einem Kopfball aus der Nahdistanz bekam unser Neuzugang nicht mehr richtig Druck hinter den Ball und traf nur die Latte. Mit seiner zweiten Torchance machte er es aber besser und besorgte die verdiente Führung für den UFC Arminia in der 30. Spielminute. Nach einem Steilpass von Niclas Hamann tauchte Reimer frei vor dem gegnerischen Kasten auf, behielt die Nerven und traf zum 1:0. United fiel in dieser Phase des Spiels nicht viel ein. Immer wieder versuchte die Heimmannschaft mit langen Diagonalbällen in den Rücken unserer Viererkette zu kommen, fand allerdings kaum Zugang in unseren Strafraum und wurde immer wieder von unserer Hintermannschaft gestoppt. In der 35. Minute gelang United der erste gelungene Angriff, der den Spielverlauf auch prompt auf den Kopf stellte. Nach einer kurzen Passfolge über unsere rechte Abwehrseite fand United-Stürmer Fleischer einmal die Schnittstelle in unserer Abwehr und traf zum 1:1. In der Folge ließ sich der UFC auch etwas überraschend das Zepter aus der Hand nehmen und kam auch bis zur Pause nicht mehr richtig ins Spiel. Weil uns in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit auch etwas die Körpersprache abging, fand der Trainer in der Halbzeitpause auch die entsprechend deutlichen Worte. Die zweite Halbzeit begann aus Sicht des UFC Arminia leider gleich mit dem nächsten Nackenschlag. Nach einem langen Ball von United brachte ein Stürmer den Ball in unseren Strafraum. Das Schiedsrichtergespann übersah dabei eine vermeintliche Abseitsstellung und ahndete stattdessen das anschließende Foul von Linksverteidiger Ronny Schulz. Den anschließenden Strafstoß verwandelt United-Abwehrspieler Mark Lohan in der 48. Spielminute zur Führung für die Heimmannschaft. Danach war der UFC Arminia wieder mehr um die Spielkontrolle bemüht, konnte aber nicht mehr an die guten 30 Minuten zu Beginn der Partie anknüpfen. United versuchte seinerseits durch gelegentliches Stürmerpressing Fehler in unserem Aufbauspiel zu provozieren oder durch Konter für Entlastung zu Sorgen. Einer dieser Gegenangriffe, der nur mit einem Foul gestoppt werden konnte und der anschließende Freistoß führten dann auch zur Vorentscheidung in der 62. Spielminute. Aus halbrechter Position zog Mark Lohan den Ball direkt auf das Tor und traf unter Mithilfe von UFC-Schlussmann Seegebrecht zum 3:1. Ein Anschlusstreffer oder gar eine Aufholjagd gelang Arminia in den verbleibenden fast 30 Minuten trotz guter Torchancen und einer leichten optischen Überlegenheit nicht mehr.

Tore: 

0:1 Thomas Richter 30. Minute
1:1 Hannes Fleischer 35. Minute 
2:1 Marc Lohan 48. Minute
3:1 Marc Lohan 62. Minute 

 

 
     
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