Spielberichte

     
 

Europapokal, Europapokal, Europapokal...

Dieser Gesang hat uns seit dem Sieg im Viertelfinale immer wieder begleitet und angespornt. Auf dem Weg ins Finale noch Parkentin besiegt und nun im Finale gegen die Reserve des Bölkower SV ein spannendes Spiel bestritten.

Der Reihe nach:

Unser Sportdirektor und Zweikampfmonster Martin Wienecke hat sich um einen Reisebus gekümmert, der UFC-Spieler und -Fans gemeinsam nach Sanitz zum Austragungsort des Finals bringen sollte. Der Treffpunkt war vereinbart für 9:00 an der Trotzenburg. Knapp 50 Personen sind so zum Spiel angereist. Weitere 30 sind dann bis zum Anpfiff eingetroffen, sodass wir auf lautstarken Rückhalt von der Tribüne zählen konnten. Der Gastgeber Union Sanitz hatte beste Vorbereitungen geleistet, sich mit Hüpfburg, Kinderschminken und ausreichend Getränke- und Essensständen auf die Zuschauer vorbereitet. So konnten die trockenen Kehlen durch die vor Spannung angeregte Atmung wieder benetzt werden.

Unter dem Motto „Die Faust ist stärker als ein Finger“, das Großphilosoph Coach Podhola spontan in lyrischen Ergüssen vor dem Halbfinale initiierte, ging es so auch mit bedruckten T-Shirts auf das Feld zum Warmmachen. Alle Spieler waren an Bord und der Trainer hatte die Qual der Wahl eine erste 11 zu nominieren, wobei es wirklich alle verdient gehabt hätten.

So ging es dann pünktlich um 11 Uhr los. Nach anfänglichem Abtasten ohne wirkliche Torchancen, kam Bölkow zu einer ersten Gelegenheit durch einen Freistoß aus 20m halblinks vor dem Strafraum. Der extrem stark geschossene Ball flog um Ballesbreite am rechten Knick vorbei und bewahrte den UFC vor einem frühen Rückstand. Das angesetzte frühe Pressing durch Trainer Podhola wurde nun immer besser umgesetzt und der UFC kam zu einem deutlichen Übergewicht im Mittelfeld. Die Tempogegenstöße der Gegner hatten so jedoch auch Raum, um mit ihrer hohen Endgeschwindigkeit für Gefahr zu sorgen. Die meisten konnten aber durch die Defensive um Schramm, Hantusch, Gräfe und Stelzle geklärt werden, zumal Wienecke und Hahn als 6er immer wieder mit geschicktem Stellungsspiel aushelfen konnten, bevor es gefährlich wurde. In der 17. Minute war es dann soweit: Niko Bünte bekam den Ball kurz hinter der Mittellinie, dribbelte sich gegen 2 oder 3 Gegenspieler geschickt in Position und chippte den Ball auf Charlie Frenzel, der über links durchgestartet war und sich geschickt vor den Verteidiger drängte und neben den Torwart zum 1:0 einschob. Die Führung währte jedoch nur 7 Minuten, denn hier kam die Geschwindigkeit der Gegner zu tragen. Ein Fehlpass im Mittelfeld ließ die rechte Abwehrseite ganz unglücklich aussehen und auch unser Torwart Tillmann, der nach der flachen Hereingabe von außen den Ball noch an den einschiebenden Stürmer prallen ließ, war nicht vom Glück verfolgt, denn der Ball prallt von ihm wieder ins Tor - 1:1 in der 24. Minute durch Daniel Iben. Der Bölkower SV wurde im Anschluss nur durch Freistöße oder Ecken in Position gebracht, die jedoch alle bis auf einen Kopf ungefährlich geklärt werden konnten. Der UFC versuchte weiter durch Pressing das Spiel in die gegnerische Hälfte zu verlagern und selbst zu agieren. Es gab nun bis zur Pause nicht mehr wirklich Großchancen, sondern eher ein hartes Mittelfeldgeplänkel. Doch ein Ass im Ärmel hatten die Arminen vorm Pausenpfiff noch zu bieten. Ein Seitenwechsel auf rechts, ein Pass ins Mittelfeld, ein schnell ausgeführter Einwurf durch Mews auf unseren Tentakel-Kapitän Steffen Hahn, ermöglichte es einen wunderschönen Schlenzer in den rechten Knick bewundern zu dürfen. Ein Traumtor zur rechten Zeit mit links in den Winkel unter Bedrängnis gegen 3 Spieler – 2:1 durch Steffen Hahn in der 42. Minute. So ging es auch in die Halbzeit.

Die 2. Hälfte veränderte das Spiel etwas. Bölkow spielte nun mit Rückenwind und der gegnerische Torwart prügelte das Leder bei jedem Abstoß ca. 10m hinter die Mittellinie. Die Kopfballduelle wurden jedoch nahezu immer durch die hochgewachsene 6er und Abwehrreihe gewonnen. Bölkow erhöhte merklich den Druck und nun war es der UFC, der geschickt wusste, den sich bietenden Raum mit geschickten Pässen zu nutzen, um für Entlastung zu sorgen. Thomas Reimer tankte sich gegen 3 Gegenspieler über die linke Seite im Vollspeeddribbling durch, vergab dann nur knapp am glänzend haltenden Keeper, Frenzel vergab dann leider den Nachschuss, der alles hätte klarmachen können. Eine unschöne Szene bot sich dann in der 72. Minute als Mews den Ball im Zweikampf klärt, vom Gegner aber mit gestrecktem Bein die Stollen aufs Knie bekommt, weswegen er im Anschluss mit schmerzverzerrtem Gesicht verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Dafür kam Michael Knüppel, der beinahe nach tollem Spielzug und Pass durch Bünte mit seinem ersten Ballkontakt aus halbrechter Position mit einem Gewaltschuss ins kurze Eck das 3:1 hätte erzielen können. Doch auch hier parierte der gegnerische Keeper glänzend. Bölkow gewann wieder überhand im Mittelfeld, kam meist aber nicht in aussichtsreiche Abschlusssituationen. Die gefährlichsten kamen dann zustande, wenn ungenaue Pässe aus der Abwehrreihe gefundenes Fressen für die flinke Bölkow-Offensive waren. Nur in höchster Not und mit viel Risiko konnten die Situationen durch die Mannschaftskameraden geklärt werden. Genau in diese Phase kam ein Entlastungsangriff über die linke Seite. Frenzel holte eine Ecke heraus, die dann durch Bünte hereingetreten wurde. Eigentlich ungefährlich, doch durch viel Unruhe und Irritation im 5er, ließ der bis dahin so glänzende Keeper eine einzige Schwäche aufblitzen, indem er den Ball nicht festhalten konnte. Reimer erfasste die Situation blitzschnell und erzielte in der 81. Minute aus kürzester Distanz den Treffer zum 3:1. So hielt er sein Versprechen im wichtigen Finale zu „netzen“ – weiter so! Arminia war nun siegessicher und ließ wie die 2. Hälfte dem Ende entgegen ging nicht mehr viel zu. Gräfe musste aufgrund sich auflösender Sohlen seiner Copa Munials ausgewechselt werden, wofür Wienecke in die Innenverteidigung rücken rückte und Westendorff den Pokal auf außen mit verteidigen durfte. Eine Ecke jedoch, die mit viel Gegenwind hereingeschlagen wurde, landete am kurzen Pfosten. Tillmann hatte den Ball schon sicher in den Händen, ehe er sich den Ball selbst unglücklich aus selbigen köpfte und ins Tor beförderte – 3:2 in der 88. Minute durch Tobias Barachini. Schramm, der sich am kurzen Pfosten postiert hatte, konnte leider nicht mehr klären. So schöpfte der Gegner noch einmal Hoffnung und warf in den letzten Minuten alles nach vorne, konnte aber gegen das UFC-Bollwerk nicht mehr punkten. Coach Podhola brachte dann noch kurz vor Abpfiff Tim Bredtmann für Charlie Frenzel und nahm die letzte Zeit von der Uhr - POKALSIEG! Da ist das Ding. Grenzenlose Freude und erneut die Hoffnung auf den Europapokal, Europapokal, Europapokal, Europapokal...

 

Danke dem Bölkower SV für ein tolles, spannendes und zumeist hartes aber auch faires Spiel. Danke an Union Sanitz für die Organisation und am allermeisten DANKE an die tollen Fans und Freunde des UFC, die den Tag und die anschließende Feier so unvergesslich gemacht haben.  

Tore: 

17. Minute – 1:0 Charlie Frenzel, Vorlage Niko Bünte
24. Minute – 1:1 Daniel Iben
42. Minute – 2:1 Steffen Hahn, Vorlage Robert Mews
81. Minute – 3:1 Thomas Reimer, Vorlage Niko Bünte
88. Minute  3:2 Tobias Barachini 

 

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Finale ohoooo, Finale ohohooho...

In einem harten aber nicht unfairem Pokalfight hat sich die erste Mannschaft des Universitäts-Fußballclub Arminia Rostock heute gegen den SV Parkentin mit 2:1 nach 90 Minuten verdient ins Finale des Kreispokals gespielt.

Zunächst hatte Frenzel das 1:0 auf dem Fuß, doch traf überhastet leider nur neben das Tor. Besser machte es dann Gräfe in der 20. Minute, der sich als Innenverteidiger mit dem Ball durch die Mitte absetzte, durch 4 Parkentiner, wenn auch etwas glücklich, durchdribbelte und mit der Außenpike ins untere rechte Eck zum 1:0 verwandelte. Leider ernteten aber auch die bissigen Parkentiner den Erfolg ihrer immer wieder gefährlichen Freistöße und Ecken. Das 1:1 fiel dann nach einer Ecke in der 20. Minute.

Insgesamt war es dann weiterhin ein umkämpftes Spiel, wobei der UFC dem SV Parkentin keinen Raum zum Atmen ließ und schon zumeist bei der Ballannahme störte. Es war dann ein Freistoß, der wunderbar von dem UFC-Kapitän Hahn quergelegt wurde. Bünte stand goldrichtig und nagelte das Ding volley in der 62. Minute in die Maschen und löste das Ticket zum Pokalfinale. Die verbleibende Spielzeit wurde konsequent verteidigt und auf Konter gespielt, die jedoch leider ohne Erfolg gekrönt waren. Eigentlich können das Reimer und Frenzel besser ;-)... aber man kann sich ja auch noch etwas fürs Finale aufheben... Ein schöner Tag

Haltet euch das Herrentag-Wochenende frei und unterstützt uns!

Tore: 

20. Minute – 0:1 Felix Gräfe
40. Minute – 1:1 Sebastian Lenz
62. Minute – 1:2 Niko Bünte, Vorlage Steffen Hahn

 

 
     
     
 

Achtelfinale Kreispokal 2016/17 - UFC I vs SG FiKo Rostock 5:0 Heimsieg (3:1) 

Langsam wird’s ernst im Kreispokal für unsere Arminen.Wie auch vor wenigen Wochen, ging es erneut gegen die erste Auswahl der SG FiKo Rostock. Im Heimspiel Ende September trennte man sich siegreich mit 5:1 am Waldessaum, weswegen die SG verständlicherweise auf Wiedergutmachung aus war. Gespielt wurde dieses Mal leider nicht auf dem Unisportrasen, sondern auf dem Kunstrasen des ESV Lok Rostock am Damerower Weg. Durch die volle Belegung des Platzes an diesem Tag kam es zum Showdown bei Flutlicht.Coach Podhola konnte wieder nahezu aus den Vollen schöpfen und so stand zum Pokalfight eine erwarte starke UFC Mannschaft auf dem Platz, die sich sogar den Luxus erlauben konnte, Kapitän Mike Herber nur für die letzten 30 Minuten einzuwechseln.

Nun aber der Reihe nach: Das typische „Claims abstecken“ dauerte knappe 10 Minuten, ehe sich ein deutliches Übergewicht der Spielanteile zu Gunsten des UFC darstellte. Die geduldigen gespielten Seitenverlagerungen der erfahrenen Abwehr mit Rudolf, Hantusch, Seeburg und dem quirlig agilen Mews, brachten die nötigen Räume für Vorstöße in die Tiefe. Generell war zu sagen, dass sich der UFC immer wieder gekonnt mittels Kurzpassspiel in Position brachte und der dann auch noch verfügbare Schnelligkeitsvorteil gegenüber der Fisch-Kombinat-Abwehr für gefährliche Torraumszenen sorgte. Nach einigen guten Chancen eröffnete dann letztlich Tim Bredtmann in der 25. Minute, der seine immer weiter ansteigende Form zeigte. Wir freuen uns, auf das, was noch kommt! Ein eigentlich verunglückter Diagnonalpassversuch von Hantusch auf Bredtmann landete beim Gegner kurz vor der 16er Kante. Doch das schnelle Pressing durch Bredtmann und die noch bessere Ballverarbeitung gegen 3 umstehende Gegner nach Balleroberung endeten in einem flachen Strahl in die linke Ecke  (1:0 Bredtmann, 25. Minute, Vorlage Hantusch (wohlwollend)). Das Spiel lief im Anschluss genauso weiter wie zuvor. Geduldiges Aufbauspiel mit Nadelstichen durch Kurzpassspiel über beide Seiten. Die gut hinterlaufenden Außenverteidiger Rudolf und Mews setzten sich über außen gekonnt durch und kreierten mit ihren Hereingaben gute Chancen. Doch auch die SG wollte sich nicht nur aufs Verteidigen beschränken, und schon gar nicht bei dem Spielstand. Sie wollten auf den Ausgleich, doch meist verloren sie den Ball vor dem letzten Drittel, sodass sich zwar wenige Kontergelegenheiten boten, diese jedoch von den Arminen gut zuende gespielt wurden. Eine Balleroberung hinten rechts mit Verlagerung des Spiels auf die freie linke Seite brachte Stelzle in die Luxusposition den Kopf ausreichend lange zu heben und abzuwägen, wo der Ball denn am besten hinzufliegen hätte. Er entschied sich für eine Flanke auf Höhe des 2. Pfosten und 11m-Punkt, wo Hahn den Ball perfekt volley nahm und mustergültig ins linke Eck traf (O-Ton-Hahn: „Der kommt in meine Hahn-Top-10“) – 2:0 Hahn, 35. Minute, Vorlage Stelzle). Ersatzkapitän Hahn war es auch, der erneut 10 Minuten später einen Traumpass auf Nico Freede spielte, der von der Mittellinie durchgestartet war, den Ball zwischen 5er und Elfmeterpunkt auf Höhe des 2. Pfostens erreichte und den Ball mal einfach unter die Latte zum 3:0 hämmerte – (3:0 Freede, 45. Minute, Vorlage Hahn). So ging es dann auch in die Pause, in der sich über das schöne Spiel gefreut wurde und der Matchplan für die 2. Halbzeit besprochen wurde.

An dieser Stelle sei erwähnt, das El-Fenomeno Thomas Reimer, schon mind. 3 Tore hätte schießen können. Es ist immer wieder schön mitanzusehen, wie sich der Vollblutstürmer Chancen erarbeitet, heute aber war er leider nur wenig mit Abschlussglück versehen. Meist waren es nur wenige Zentimeter, die ihm bis zum Treffer fehlten, doch dass sollte sich dann in der 68. Minute ändern. Ein erneuter Angriff des UFC setzte sich im Strafraum der SG fest und als Hahn dann auf Reimer querlegt, braucht der nur noch den Fuß hinhalten und den Ball über die Linie bringen – 4:0, 68. Minute, Vorlage Hahn). Ähnlich sah es dann 2 Minuten später aus. Dennis Rudolf setzt einem eigentlich schon verloren geglaubtem Ball nach und kombiniert sich mit dem kurz zuvor eingewechselten Johannes Numrich und Thomas Reimer auf der rechten Seite durch, dribbelt an der Torauslinie 3 Gegenspieler aus und legt dann zurück auf Bredtmann, der seinen Torriecher erneut beweist und mit Vollspann den Ball zum 5:0 einschweißt – (5:0 Bredtmann, 70. Minute, Vorlage Rudolf). Tim hatte auch noch die Chance zum Hattrick, doch der Freistoß aus 20m wurde leider von der Mauer gerade noch abgefälscht... sonst hätte der Ball wohl in derzeitiger Bredtmann-Manier im Triangel eingeschlagen. Die verbleibenden 20 Minuten verliefen nun mehr oder minder mit einem weiterhin angreifenden UFC und der wohl einzig echten Torchance für die SG. Ein Konter über die linke Seite führte zu einem verdächtig freien Spieler, der dann im 1 vs. 1 den Ball unter Seegebrecht ins lange Eck durchschob. Doch verdächtig frei war in diesem Fall auch klares Abseits – kein Tor. Herber brachte nach seiner Einwechslung noch mächtig Dampf mit ins Spiel und versuchte sich mit vollem Einsatz ein Tor zu erarbeiten, blieb aber leider glücklos. Am Ende steht ein souveräner Auftritt des UFC, der mehr als verdient ins Viertelfinale einzieht. (Es sei angemerkt, dass dieser Bericht keine verzerrte Wahrnehmung darstellt. Es sind nur die Tore beschrieben worden. Die Vielzahl an Großchancen, u.a. durch Reimer (ca. 6-8) sind gar nicht erwähnt. Die SG hatte bis auf das Abseitstor noch zwei gefährliche Szenen: einen Freistoß, der klar neben das Tor ging und einen Fernschuss, der Keeper Seegebrecht vor keinerlei Probleme stellte.) 

Tore: 

25. Minute – Bredtmann, Vorlage Hantusch
35. Minute – Hahn, Vorlage Stelzle
45. Minute – Freede, Vorlage Hahn
68. Minute – Reimer, Vorlage Hahn
70. Minute – Bredtmann, Vorlage Rudolf

 

 
     
     
 

10. Spieltag 16/17 – UFC I vs. SV 1932 Klein Belitz 3:0 Heimsieg (1:0)

Vor dem Spieltag sah es aus wie ein Topspiel: 6. Gegen 7., ein Punkt Unterschied und an sich ein wegweisendes Spiel, in welche Tabellenrichtung es wohl gehen wird. 

Der UFC konnte dieses Mal aus den Vollen schöpfen und ein unter der Woche kränkelnder Martin Hantusch konnte so durch den nur geringfügig älteren Namensvetter Wienecke ersetzt werden. Für Emil Wachenfeld kam das Spiel noch eine Woche zu früh, David „Ziege“ Ziegenhagen war zwar im Kader, hatte aber mit Schienbeinproblemen zu kämpfen. Niclas Hamann meldete sich nach Infekt wieder zurück, Mats Wiethölter beginnt nun seine post-examens Abschiedstournee und auch der Arminen Seigerten hatte das Rasierwasser bereitgestellt. Kurzum: eine schlagfertige Truppe auf und neben dem Feld, die bereit war, die guten Leistungen der Vorwoche zu bestätigen.

Bei konstantem leichten Dauerregen war der Rasenplatz am Waldessaum sehr weich und die Spuren des letzten Spieltags waren noch zu sehen. 

Das Spiel begann mit einem ersten Abtasten, doch schon schnell war der UFC in Spielkontrolle, die punktuell durch lange Bälle in den wuchtig besetzten Sturm des SV gestört werden sollte. Gleich zu Beginn leisteten die Arminen drei unnötige Fouls in gefährlicher Freistoßentfernung, deren folgende Freistöße jedoch entweder leichte Beute für den Torwart waren, oder zuvor durch die Lufthoheit der Arminen geklärt werden konnten. Auf der Gegenseite wurde sich nun langsam nach vorne kombiniert, doch der Pass ins letzte Drittel kam viel zu selten an. Meistens war es Thomas Reimer, der seine Antrittsschnelligkeit immer wieder zum Vorschein brachte und sich geschickt in Abschlussposition brachte. Einfach toll anzusehen, wie er den Ball in vollem Tempo mitnimmt, den Gegenspieler kreuzt, den nächsten am 16er tunnelt, aber leider dann den Torwart anschießt. Insgesamt dreimal gelang ihm dieses Kunststück, ehe er sich selbst belohnte. Ein schöner strammer Gassenpass vom erfahrenen Wienecke in den Lauf von Reimer und der findet auf dem Weg zum Tor seine gewohnte Kaltschnäuzigkeit wieder und vollendet flach, nachdem er erst einen Abwehrspieler aussteigen lässt, sich dann den Ball nach links am Torwart vorbeilegt und schließlich ins leere Tor schießen kann. Endlich das 1:0 (37. Minute). Es war erleichternd, denn zuvor bot sich den Zuschauern eine Reihe an guten Möglichkeiten, die der nacheinander entweder unüberlegt, überhastet oder technisch limitiert ausgeführt wurden. Stelzle wurde in gute Schussposition an der 16er Kante gebracht und anstatt den Ball anzunehmen und gezielt abzuschließen, versuchte der heutiger 8er den Ball mit dem linken Außenrist in den rechten Winkel zu befördern. Auch wenige Minuten später schoss er aus sechs Metern nach einem Abpraller über das Tor und machte entschuldigend die schlechten Platzverhältnisse dafür verantwortlich. Dass er aber eigentlich den Ball hätte annehmen und gezielt und überlegt abschließen können, fiel ihm aber erst hinterher ein. El Capitano Herber hatte zwei gute Fernschüsse, die vom Torwart zur Ecke abgelenkt werden konnten und kurz vor Reimers Tor hatte dieser 3x die Möglichkeit seinen neben ihm stehenden Sturmpartner Herber oder zuvor genannten Stelzle am 16er anzuspielen, die eine freiere Schussbahn gehabt hätten. El Fenomeno entschied sich stattdessen den Ball irgendwie in die Maschen zu jagen und schoss dabei die gegnerische Abwehr ein ums andere Mal ab (Kein Vorwurf an dieser Stelle- hätten wahrscheinlich die meisten von uns gemacht). Eine Flanke von Hahn, die eigentlich auf den 2. Pfosten kommen sollte, landete bei Stelzle erneut am 16er, der den Ball dann glücklich aber wunderbar für Bredtmann auflegte, der aber leider 30cm zu hoch zielte und über das Tor schoss. Zum Ende der ersten Halbzeit und immer wieder im Durchgang zwei war es Robert Mews, der sich immer wieder stark über Links behauptete und sich bis zum 16er des Gegners Strafraumes durchtankte und so die gegnerische Mannschaft das ein oder andere Mal stark in Bredouille brachte. 

Zum Pausentee (Dankeschön an Tuschi) wurde sich erneut darauf besonnen, ruhig und überlegt zu agieren, nicht gleich die tödlichen Pässe spielen zu wollen und den Schiedsrichter in Ruhe zu lassen. Die Klein Belitzer gingen hochmotiviert an die Sache und da sollten wir gegenhalten, doch dazu später mehr.

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag vom stark aufspielenden Bredtmann. Direkt nach der ersten Balleroberung im Mittelfeld setzte Hahn seinen Mannschaftskameraden mit einem hohen Diagonalball nach links toll in Szene. Bredtmann bringt den ball ansehnlich unter Kontrolle und überlupfte den Torwart, nur um dann am Querbalken zu scheitern. Der mitgelaufene Stelzle wusste bei diesem schönen Anblick auch nicht, ob er sich ärgern sollte, weil ihm freistehend nicht der Ball quer in den Strafraum gelegt wurde, oder ob er sich weiter dieses schönen Lupfers ergötzen sollte.

Den SVlern ging so langsam die Puste aus und da kam es natürlich nicht gelegen, als Reimer sein Nachsetzen belohnte, denn eine eigentlich ungefährliche Flanke von Rechts, die über den erneut stark spielenden Ronny Schulz nach vorne gebracht wurde, ließ der Torwart plötzlich aus den Händen gleiten und Reimer stand goldrichtig – 2:0 (52. Minute). Es folgten zwei Wechsel: Hamann für Reimer und Wiethölter für Bredtmann. Diese zwei Offensivspieler brachten noch einmal Schwung und immer öfter ging es in Strafraumnähe. So war es auch schön mit anzusehen, als sich von rechts über die Mitte mit fünf Stationen Schramm in die Spitze lief und mustergültig mit dem Schnittstellenpass von Wiethölter versorgt wurde. Der klasse Abschluss flach ins lange Eck war dann scheinbar nur noch Formsache – 3:0 (75. Minute). Wenig später hieß es dann Stelzle raus, Seegebrecht rein. Der eigentlich aufs Torwartsein spezialisierte Seegetron kann auch Sturm. Das zeigte er, als es nun auch am Ende möglich war, den Gegner schon in Strafraumnähe mit Pressing unter Druck zu setzen, lediglich ein Tor sollte ihm nicht gelingen. Kurz vor Abpfiff hätte sich dann der starke Wiethölter selbst belohnen können, doch nach starkem Dribbling, wollte er Fifa-like aus kurzer Distanz den Torwart überlupfen, anstatt zielstrebig den Ball ins Tor zu schieben.

An dieser Stelle sei noch ein Kommentar zur Spielweise der Klein Belitzer erlaubt: alles in allem ein hartes auf größtenteils faires Spiel, das lediglich durch ein ungeahndetes Treten gegen einen am Boden liegenden UFC-Spieler und die folgende für Schiedsrichter und Assistenten zu hörende Beleidigung „Du Idiot!“ einen faden Beigeschmack am Ende bekam – absolut unnötig. Die Gangart war hart und ein ums andere Mal zogen Arminen in Zweikämpfen zurück, als Klein Belitzer in vollem Tempo mit beiden Beiden ohne Rücksicht auf Verluste und bewusste Inkaufnahme von Verletzungen angegrätscht kamen. Glücklicherweise blieben beide Seiten unverletzt. 

Am Ende steht ein souveräner Sieg mit ein paar tollen Spielszenen und Toren. Nächste Woche bitte genauso weiter!

PS: Coach Podhola kürte übrigens Robert Mews zum Spieler des Spiels.

 

Tore: 

 

1:0 Thomas Reimer, Vorlage von Martin Wienecke (37. Minute)

2:0 Thomas Reimer, Vorlage von Ronny Schulz (52. Minute)

3:0 Maximilian Schramm, Vorlage von Mats Wiethölter (75. Minute)

 
     
     
 

9. Spieltag 16/17 - UFC I vs. Sievershäger SV 0:0 Unentschieden (0:0)

 

Das vermeintliche Topspiel der Hinserie für die Arminen stand am vergangenen Samstag auf dem Programm. Durch die zuletzt doch unglücklich liegengelassenen Punkte schien es eigentlich eine klare Sache zu sein. Der SSV, mit 33:3 Toren mit sieben Siegen und nur einem Unentschieden, war der klare Favorit auf dem Papier. Als dann auch noch kurzfristige Absagen von Leistungsträgern wie Kapitän Herber, Tim Bredtmann und Hamann eintrudelten, frühere Stammpieler immer noch rekonvaleszent waren und schließlich nur 12 Spieler auf den Spielberichtsbogen eingetragen werden konnten, zeigte der UFC allerdings die richtige Reaktion. Alle gemeinsam wussten, dass lediglich mit viel Kampf und allem, was sie zu geben hätten, die Punkte nicht nach Sievershagen entführt würden.Der zuvor gelbrot gesperrte Ronny Schulz rückte zurück in die Startelf und auch ein weiterer verheißungsvoller Spieler gab sein Debüt. David Ziegenhagen, eigentlich Badener, absolviert hier in HRO ein Praktikum und wird uns bis zur Rückserie helfen, so viele Punkte einzufahren, wie möglich. Vorweg: Ein ordentliches Spiel vom Neu-Arminen, der sich über Linksaußen immer wieder geschickt in Szene setzte. Auf der Bank saßen mit Coach Podhola und Robert Mews, der bis zuletzt unter muskulären Problemen litt, nur zwei Spieler.Das Spiel begann auf recht weichem Geläuf, das mit jeder gespielten Minute mehr und mehr umgegraben wurde. Mike Herber, dessen Rücken sich beim Wäscheaufhängen und Hakenhalten scheinbar nicht angemessen gewürdigt fühlte und zu machte, beschrieb die ersten 30 Minuten passend: „Guter Auftritt von uns, keine Chancen auf beiden Seiten. (UFC) Abwehr steht bombensicher. Nach Vorne fehlt der letzte Pass oder ein gutes Auge vom Fahnenträger (Assistent)“. Kurz darauf dann die erste Großchance für den UFC. Nach Flanke von Nico Freede köpft Martin Hantusch nur knapp am Pfosten vorbei. Und es ging weiter in Richtung Kasten des SSVs. Ein schöner Pass auf rechts Außen, Freede nutzt seinen Schnelligkeitsvorteil zieht vor den zurückeilenden Verteidiger nach innen, lässt auch noch den Torwart aussteigen, legt sich dabei allerdings den Ball zu weit vor. Der mitgelaufene Reimer zögert leider einen Moment zu lang, den Ball einfach ins Tor zu schießen, sodass Freede auch nicht schießt, den Ball wieder an der linken 5m-Linie einfängt, zwar in den rechten oberen Winkel zielt, jedoch nur zentral den Torwart anschießt, der den Ball zur Ecke ablenkt. Kurz darauf ein Freistoß aus sehr spitzer Position mit etwa 5 Meter Abstand zum Strafraum und der Torauslinie. Stelzle täuscht eine Flanke an, ruft noch: „Hahni, 2. Pfosten 5-Meter!“, und schießt dann doch bei schlechtgestellter Mauer flach mit Vollspann aufs kurze Eck, wo der Torwart überrascht zur erneuten Ecke klären muss. Die Führung für den UFC wäre zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen. Doch weitere 45 Minuten waren zu absolvieren und nach der Lehre gegen Parkentin, als man eine klasse Halbzeit gespielt, aber die 2. dann unkonzentriert begonnen hatte, wollte man es nun besser machen. Und das taten die Arminen. Erneut ein Freistoß von Stelzle, der zur Ecke geklärt wird. In der Folge kommt Hantusch zum wiederholten Male zu seiner Paradedisziplin „Schmetterkopfbälle, die leider abgepfiffen werden“. Er nagelt den Ball unter den Querbalken, wird aber leider vom Schiedsrichter abgepfiffen, weil fernab des Balls ein „Gerangel“ gesehen wurde, das, wie der Schiedsrichter später zu gab, leider nicht hätte gepfiffen werden dürfen. Die Einsicht nach dem Spiel half dem UFC nicht und so stand es weiter 0:0. Das Spiel war durchaus kampfbetont. Gegen Ziegenhagen wusste sich der SSV nicht anders zu helfen als drei Mal von hinten in die Beine zu grätschen (ohne ihn dabei böse zu treffen). Das führte ein ums andere Mal zu Wortgefechten. Als der schon mit gelb verwarnte SSV-Spieler Sascha Kunstmann in einem Luftduell mit dem Unterarm im Gesicht seines Gegenspielers landete, wäre eigentlich eine weitere gelbe Karte fällig gewesen. Der Schiedsrichter beließ es aber bei einer letzten Verwarnung und im Verlauf ließ sich Kunstmann auch zu keinem weiteren gelbwürdigen Foul hinreißen. Der SSV kam zwar nun auch immer wieder in Tornähe des UFC, jedoch stellte sich immer wieder ein Bein oder ein Kopf in den Weg. Die Menge an Eckbällen wurde aber fast immer auf den ersten Pfosten zwischen 11m-Punkt und 5m-Linie geschlagen, wo die Arminenabwehr um Seeburg und Hantusch eine gute Zuteilung bewiesen. Viel Mittelfeldgeplänkel und toll anzusehende Fights im Mittelfeld um jeden Ball boten jede Menge Unterhaltung für die Zuschauer, bis dann auch noch kurz vor Schluss Maximilian Schramm den vermeintlichen Siegestreffer auf dem Fuß hatte, den Sascha Niefeldt, Keeper des SSV, jedoch zu vereiteln wusste. Zum Schluss der passende Kommentar von Chefbeobachter und Kapitän Herber: „Null zu null und Ende. Verdientester Punkt aller Zeiten. Ca. 5:1/2 gute Chancen (für den UFC). Leider nicht mehr rausgeholt. Starkes Spiel vom UFC.“   Tore:   keine